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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Ebenso wie dieser Fall verhielten sich auch die anderen, heidenen die halbmondförmigen Körper beobachtet wurden. Immerverschwanden, sobald sich diese Gebilde zeigten, die ringförmigenParasiten und damit das Fieber, selten kam es zu Recidiven undniemals zu Siechthum.

Dagegen haben Fälle mit ausschliesslich ringförmigen Parasitenstets Neigung zu recidiviren und nur durch kräftige und wieder-holte Chinindosen ist das Eintreten von Rückfällen zu verhindern.Die Recidive stellen sich in der Regel schon nach zehn bis zwölfTagen ein, häufig wird aber dieser Zeitpunkt durch die nachträg-liche Chininbehandlung, wenn sie zur vollständigen Unterdrückungder Krankheit nicht ausreichend gewesen war, hinausgeschoben.Später als nach einem Monat habe ich hier keine Recidive eintretensehen. Es mögen allerdings noch spätere Recidive Vorkommen,aber es lässt sich unter den hiesigen Verhältnissen dann nicht mehrmit Sicherheit unterscheiden, ob solche Anfälle nicht vielmehr durchneue Infektion veranlasst sind.

Die' kürzeste Frist für das Eintreten von Rückfällen könnenwir als identisch mit der Inkubationszeit der tropischen Malaria an-gesehen, da in solchen Fällen dieselben Verhältnisse wie bei einerfrischen Infektion vorliegen. Der Unterschied liegt nur darin, dassdas eine Mal eine geringe Anzahl von Infektionskeimen in denKörperfrisch eingeführt wird und das andere Mal wenige Keime nachBeendigung der Anfälle im Körper Zurückbleiben.

Ueber die Dauer der Inkubation herrschen in den Tropen fastdurchweg irrige Ansichten. Man hört sehr oft auch von Aerztendie Meinung äussern, dass die Inkubation eine sehr kurze sei unddass ein Mensch auf einem Jagdausflug, dass er in Folgeeiner Durclmässung oder einer Insolation oder dergleichen sich in-ficirt habe und schon am nächsten Tage an Malaria erkrankt sei.Etwas Derartiges ist geradezu unmöglich, wenn man bedenkt, dassbei der Infektion doch immer nur wenige Keime in den Körpergelangen und dass sich die Malariaparasiten nicht wie die Bakteriendurch unmittelbare Theilung ausserordentlich schnell, sondern inzweitägigen Entwickelungsperioden jedesmal nur etwa um das Zehn-fache vermehren. Sie können in dieser Weise nur verliältnissmässiglangsam zu einer solchen Anzahl heranwachsen, dass sie im Stande