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Der Parasit cler tropischen Malaria macht hiervon eine Ausnahme;er erscheint farblos, aber er ist doch nur scheinbar unpigmentirt.In Wirklichkeit enthält er ebenfalls Pigment, jedoch in so fein ver-theiltem Zustande, dass man nur bei besonderer Aufmerksamkeitan den grossen Parasiten im breiten Tlieile des Ringes einen bräun-lichen Schimmer wahrnimmt. Dass es sich aber hierbei um wirk-liches Pigment handelt, zeigt sich sofort, wenn man die innerenOrgane, namentlich die Milz von Malarialeichen untersucht. Währendnoch kurz vor dem Tode im Blute nur die scheinbar unpigmentirtenParasiten angetroffen wurden, findet man nunmehr ausschliesslichsolche, welche die Ringform mehr oder weniger aufgegeben habenund kreisförmig aussehen, daneben aber ein ziemlich grosses dunkel-braunes Pigmentkorn enthalten. Ich erkläre mir diese innerhalb sokurzer Zeit vor sich gehende Veränderung so, dass die Parasiten,welche als Thierwesen sehr sauerstoffbedürftig sind, nach dem Todedes Wirtlies keinen Sauerstoff mehr erhalten und nun entwederlangsam absterben oder doch in eine Art von Ruhezustand über-gehen, wobei sie sich kontrahiren und wobei auch das fein vertheiltePigment sich zu einem Klumpen zusammenballt.
Der Parasit der tropischen Malaria stimmt in seinem Entwicke-lungsgange mit dem der Tertian- und der Quartanfieber-Parasitenauch insofern überein, als er nach Beendigung seines WachsthumsSporen bildet. In lebendem Blute habe ich allerdings die Sporen-bildung niemals zu Gesicht bekommen. Aber in der Milz eines antropischer Malaria Verstorbenen habe ich sie in ausgezeichneterWeise beobachten können. Die sporenhaltigen Parasiten glichenin diesem Falle vollkommen denjenigen des Tertianfiebers nur mitdem Unterschiede, dass die Dimensionen etwa halb so gross waren.
Ich fand nebeneinander einfach kreisförmige Parasiten miteinem central oder mehr peripherisch gelagerten Pigmenthaufen,dann solche, bei denen der Körper eine gewisse Differenzirung zeigteund dementsprechend die Begrenzungslinie nicht mehr kreisförmig,sondern gelappt erschien, ferner solche, bei denen die ausgebildetenSporen als regelmässig geformte kleine Kugeln den Pigmenthaufenrosettenartig umgaben und schliesslich die bereits in der Trennung-begriffenen, ausschwärmenden Sporen in geringer Entfernung vondem als Restkörper zurückbleibenden Pigmenthaufen. Die Zahl der