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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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genügend, lange Zeit ohne Chininbeliandlung gelassen wurden, zubeobachten, war es mir möglich, den charakteristischen Typus destropischen Fiebers zu erkennen. Derselbe besteht nun nicht, wiech zu meiner Ueberraschung erfuhr, in quotidianen, sondern intertianen Anfällen. Der einzelne Anfall ist aber erheblich längerals bei der europäischen Tertiana, er zieht sich fast über zwei Tagehin und zeigt am Morgen des zweiten Tages einen mehr oder wenigerstarken Nachlass in der Körpertemperatur und den sonstigen Krank-heitserscheinungen. Wegen dieses letzteren Verhaltens kann dieFieberkurve bei oberflächlicher Betrachtung als eine quotidianeerscheinen, namentlich wenn die Remission am zweiten Tage stärkerausgeprägt ist. Einen echten quotidianen Typus habe ich hier inkeinem einzigen Falle beobachtet und glaube deswegen behauptenzu können, dass derselbe in Ostafrika ganz fehlt oder doch nur soselten vorkommt, dass er meiner Beobachtung entgehen konnte.Eigenthümlich ist es auch, dass der Beginn des Fiebers fast aus-nahmslos auf den Mittag oder in die ersten Nachmittagsstundenfällt und dass die fieberfreie Zeit regelmässig am Morgen sich ein-stellt.

Der eigenthümliche Gang des Tropenfiebers ist am besten ausden beifolgenden Fieberkurven Fig. 4 und 5 zu ersehen. Fig. 4lässt sofort noch eine weitere sehr wichtige Eigenthümlichkeitdes Tropenfiebers erkennen, dass nämlich die einzelnen Anfälle,auch wenn kein Chinin gegeben wird, an Stärke allmählich ab-nehmen und schliesslich ganz aufhören. In diesem Falle kam esallerdings nach einiger Zeit zu einem Recidiv, welches durch Chininbeseitigt wurde.

Fig. 5 zeigt, wie die Anfälle durch eine einfache Chinindosisbeeinflusst und schliesslich unterdrückt werden.

Mit dem tertianen Typus der Fieberkurve steht auch der Ent-wickelungsgang des Parasiten im Einklang. Derselbe ist kein quo-tidianer, sondern ein durchaus tertianer.

Der Blutparasit des hiesigen Tropenfiebers entspricht imUebrigen vollkommen der Beschreibung, welche von den Parasitender angeblich quotidianen Malaria in anderen tropischen Ländernvon verschiedenen Forschern gegeben ist. Derselbe ist ringförmiggestaltet und besitzt an einem Punkte des Ringes eine knoten-