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Malaria erkrankt ist, neigt zu Rückfällen und wird auch, sofern erdefinitiv geheilt war, besonders leicht von Neuem befallen. Ziemlichhäufig kommt es hier vor, dass die Malaria in einer sehr gefähr-lichen und oft tödtlichen Form verläuft, welche gewissermassen denGipfelpunkt der Infektion bildet. Dies ist das sogenannte Schwarz-wasserfieber, welches in Deutsch-Ostafrika als perniciöses Fieber be-zeichnet wird. Die durch Malaria bedingten Todesfälle kommenfast sämmtlich auf Rechnung des sogenannten perniciösen Fiebers,d. h. des Schwarzwasserfiebers.
Meine Untersuchungen haben Ergebnisse geliefert, welche inmehrfacher Beziehung von diesen Anschauungen abweichen. Selbst-verständlich können diese Resultate vorläufig nur für Deutsch-Ost-afrika in Betracht kommen, aber ich habe die begründete Vermuthung,dass es sich in anderen tropischen Ländern mehr oder wenigerebenso verhalten wird.
Das mir zu Gebote stehende Material ist zwar kein sehr um-fangreiches, aber ich habe dasselbe so gründlich als möglich be-arbeitet und glaube für die Zuverlässigkeit desselben in jeder Hin-sicht einstehen zu können.
Es wurden als malariaverdächtig untersucht im Ganzen:154 Personen.
Als Malaria liess ich anfangs nur solche Fälle gelten, bei denendie charakteristischen Fieberanfälle, die sonstigen Symptome, derganze Verlauf und das Verhalten gegen die Chinintherapie dembekannten klinischen Bilde der Malaria entsprach. In allen diesenFällen ist mir ausnahmslos der Nachweis der Malariaparasiten ge-lungen, während ich letztere niemals da gefunden habe, wo dieMalaria auf Grund des klinischen Verhaltens ausgeschlossen tverdenmusste. Nachdem ich mich hiervon in einer hinreichenden Zahlvon Fällen überzeugt hatte, habe ich schliesslich auch dann Malariaals vorhanden angenommen, wenn ich bei malariaverdächtigen Per-sonen die Parasiten fand, aber es nicht ermöglichen konnte, denganzen Verlauf der Krankheit zu verfolgen. Es sind dies übrigensnur wenige Fälle, und soweit sie der klinischen Untersuchung zu-gängig waren, sprach nichts dagegen, dass es sich in der That umMalaria handelte.
Von den 154 untersuchten Personen konnte bei 72 Malaria