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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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sunden Thieren und zwei andere Rinder die jungen Zecken vondem texasfieberkranken Kalbe. Selbstverständlich wurden dieVersuchsrinder unter einander und von anderen Thieren streng ge-trennt gehalten.

Die Entwicklung der Zecken war eine sehr ungleichmässige.Im Verlauf von 3 Wochen waren einige schon zur vollen Grösseherangewachsen, die meisten aber hatten geringere Grösse in allenAbstufungen bis zu mohnkorngrossen, schwarzen Körnchen. Anjedem der Versuchsthiere konnten bis hundert und mehr Zecken ge-zählt werden.

Auffallende Krankheitserscheinungen traten bei den Versuchs-thieren nicht ein; aber am 22. Tage, nachdem die Zecken angesetztwaren, fanden sich bei der Blutuntersuchung zum ersten Male in denrotlien Blutkörperchen Exemplare von Pyrosoma bigeminum in derso ausserordentlich charakteristischen, bimförmigen Gestalt des er-wachsenen Parasiten. Sehr interessant und bedeutsam gestaltete sichdas Experiment weiterhin dadurch, dass nur die beiden RinderTexasfieber-Parasiten bekamen, welche mit den jungen Zecken vomtexasfieberkranken Kalbe infleirt wurden. Die beiden anderenRinder (mit jungen Zecken von gesunden Thieren besetzt) bliebendauernd frei von den Parasiten und bildeten somit ein sehr werth-volles Kontrollexperiment.

Die Parasiten hielten sich 1012 Tage im Blute der beidenRinder, dann verschwanden sie. Sie hatten stets die Birnenform undwaren verlniltnissmässig wenig zahlreich. Dieser Verlauf der Infek-tion entsprach also der leichten Form des Texasfiebers, obwohl dasAusgangsmaterial von einem sehr akuten und schweren Fall ab-stammte.

Es fragte sich nun, wie sich die Infektion bei fortgesetztenUebertragungen gestalten würde, ob dieselben dauernd den leichtenCharakter bewahren oder zu einer schweren Form übergehen würde.

Zu diesem Zwecke wurden mit dem Blute des einen der durchZecken inficirten Thiere vier neue gesunde Rinder geimpft, und zwarerhielten sie je 20 ccm defibrinirtes Blut unter die Haut gespritzt.

In diesem Falle trat die Wirkung sehr viel schneller ein undwar erheblich stärker. Sämmtliche Thiere bekamen am fünften Tagenach der Blutinjektion Temperatursteigerungen, sie frassen wenig