den und in diesem Falle den Parasiten der tropischen Malaria sehrähnlich erscheinen. Oefters sind diese Stäbchen in der Mitte etwasdicker; sie zeigen dann deutlich eine doppelte Ivontour und nehmendie Form eines Weidenblattes an. Zwischen solchen Formen undder Birnform des erwachsenen Pyrosoma finden sich alle Ueber-gänge und ich habe in Folge dessen die Ueberzeugung gewonnen,dass die von mir gefundenen Parasiten die eigentlichen Jugend-formen des Pyrosoma bilden. Sie finden sich in den schwerstenFällen in ausserordentlicher Menge; mitunter so reichlich, dass 80 bis90 Procent aller rothen Blutkörperchen davon besetzt sind. Meistensenthält ein Blutkörperchen 2 oder 4 Parasiten, vielfach aber nur1 oder 3. Soweit meine Erfahrungen bis jetzt reichen, finden sichin den ganz akuten Fällen nur diese Jugendformen. Je langsamerder Verlauf ist, um so geringer wird die Zahl der Parasiten undum so sicherer kann man darauf rechnen, dass auch erwachsenebimförmige Parasiten erscheinen. Im Blute derjenigen Thiere, welchedie Krankheit überstanden haben oder von vornherein nicht merk-lich krank waren, aber zu einer inficirten Heerde gehören, traf ichnur vereinzelte Jugendformen, gewöhnlich in Form von Ringen oderHalbringen.
Um eine Vorstellung von den Formen der hier gefundenenParasiten zu geben, erlaube ich mir eine Skizze beizufügen, welchenach methylenblaugefärbten Präparaten angefertigt ist (Fig. 3).
Die obere Abtheilung der Skizze zeigt die Jugendform, dieuntere das voll entwickelte Pyrosoma bigeminum.
Ob diese Differenzen zwischen den Ergebnissen meiner Unter-suchungen und denjenigen der amerikanischen Forscher durch Ver-schiedenheiten der Jahreszeit, des Klimas, der Viehrasse oder viel-leicht der Untersucliungsmetliode bedingt sind, vermag ich vorläufignicht zu entscheiden.
Die hier gegebene Beschreibung der Parasiten bezieht sich aufdie im Blut der lebenden Thiere vorkommenden. Im todten Thierund namentlich bei der Konservirung von Organstücken in Alkoholnehmen die Parasiten eine Kugelgestalt an, wie auch Smith undKilborne bereits beobachtet haben.
Im Uebrigen konnte ich das sehr merkwürdige Verhalten dieserKrankheit, sowie es von den amerikanischen Forschern und im An-