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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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seinen Ufern herrschende Tsetse-Kranklieit allen Viehtransporten einfast unüberwindliches Hinderniss entg'egenstellt. Es scheint mirauch nicht ausgeschlossen, dass ausser dem Ruaha noch andereFlussniederungen in der Kolonie existiren, welche ebenfalls Surra-Herde bilden. Leider ist die Entfernung von der Küste zum Ruahazu gross, als dass ich daran denken könnte, an Ort und StelleUntersuchungen darüber anzustellen, ob im Ruaha-Gebiet die Tsetse-Fliege vorkommt, ob und welche Thiere in jenen Gegenden anSurra leiden und die Infektionsquelle für die Rinder bilden. InSüdafrika hat man in dieser Beziehung die Büffel und grossen Anti-lopen in Verdacht und hat behauptet, dass in den Gegenden, wodiese Thiere der vordringenden Kultur gewichen sind, auch dieTsetse-Krankheit verschwunden ist. Vorläufig sollen auf meinenVorschlag gelegentliche nach jenen Gegenden gerichtete ExpeditionenUntersuchungsmaterial sammeln und weitere Erkundigungen ein-ziehen. Auch sollen Anfragen in Form eines Fragebogens an alleStationen im Innern gerichtet werden über das etwaige Vorkommender Tsetse-Fliege und von surraälinlichen Viehkrankheiten. Auchsollen kleinere Viehtransporte, zehn bis zwanzig stark, auf ver-schiedenen Wegen und zu verschiedenen Jahreszeiten von Iringaund anderen geeignet erscheinenden Punkten zur Küste geführtwerden, um allmählich zu erfahren, auf welchem Wege und zuwelchen Zeiten mit möglichst geringen Verlusten Viehtransporte ausUhehe zur Küste gebracht werden können.

Die Surra-Krankheit beschränkt sich nicht allein auf das Rind,sondern kann auch andere Thiere ergreifen. In Indien ist sie haupt-sächlich bei Pferden, Kameelen, Eleplianten beobachtet, und es sindgerade die bedeutenden Verluste an Kavallerie-Pferden für dieIndische Regierung die Veranlassung gewesen, dieser Krankheit seiteiner Reihe von Jahren ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden undwissenschaftliche Untersuchungen über dieselbe anstellen zu lassen.In Ostafrika kommen in dieser Beziehung ausser dem Rind nursolche Thiere in Betracht, welche an Stelle der Ochsen in Surra-Gegenden als Transportthiere dienen könnten.

Ich habe deswegen Uebertragungsversuche an einheimischenEseln (sogen. Massai-Eseln) und Bastarden von Maskat-Eseln undMassai-Eseln angestellt; diese Versuche sind noch im Gange. Bei