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dieses alten afrikanischen Pestherdes bilden. Ob es sich nun aberin der That hier um die echte Bubonenpest handelt, womit die ebenausgesprochenen Vermuthungen eine feste Gestalt gewinnen würden,kann nur durch Untersuchungen in den von der Seuche ergriffenenGebieten, also zunächst in Kisiba, ermittelt werden. Kisiba ist vonder ostafrikanischen Küste nur durch einen zwei und einen halbenbis drei Monate dauernden Marsch zu erreichen. Rechnet man fürden Hin- und Rückweg sechs Monate und etwa zwei Monate Auf-enthalt, dann ergiebt sich eine Expeditionsdauer von etwa achtMonaten. Es entstand nun die Frage, ob ich selbst die Expeditionübernehmen und damit sechs Monate hindurch aller wissenschaft-lichen Thätigkeit entzogen Averden sollte, oder ob es nicht zweck-mässiger sein würde, einen für diesen Fall besonders eingeübtenArzt nach Kisiba zu senden, Avelcher das für die Untersuchungerforderliche Material einsammeln und nach Daressalam bringenwürde, während ich die Zwischenzeit benutzen könnte, um michmit anderen für die Kolonie wichtigen Fragen zu beschäftigen. DaLetzteres ganz besonders den Wünschen des Kaiserl. Gouvernementsentsprach und da sich ausserdem Stabsarzt Zupitza, welcher in-zwischen mir bei meinen Arbeiten behülflich gewesen Avar und sichsehr schnell in die Untersuchungsmethoden eingearbeitet hatte, be-reit erklärte, die Expedition zu übernehmen, und da schliesslichEuer Excellenz sich auf eine telegraphische Anfrage damit einver-standen erklärt hatten, dass ich mich nicht ausschliesslich mit derpestartigen Krankheit zu beschäftigen habe, so ist im Einvernehmenmit dem Kaiserl. Gouvernement die Anordnung getroffen, dass HerrZupitza nach Kisiba geht. Sollten Euer Excellenz hiermit nichtübereinstimmen und es für richtiger halten, dass ich mich selbstnach Kisiba begebe, dann Avürde ein nach dem Eintreffen diesesBerichtes an mich gerichtetes Telegramm mich noch so zeitig er-reichen, dass ich die Expedition in einigen Tagen einholen könnte.
Damit der ZAveck der Expedition nicht durch etAvaige Erkran-kung des Stabsarztes Zupitza oder sonstige Störungen zu sehr inFrage gestellt Avird, soll ein zAveiter Arzt, Avelcher als Stationsarztin Bukoba bleiben Avird, mit ihm gehen, um eventuell an seine Stelletreten zu können. Die Kosten für diese Expedition Avill das Kaiserl.Gouvernement tragen. Die Vorbereitungen für dieselbe Avürden etwa