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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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Kulturen erworben wird. In letzterem Falle vertragen die immuni-nisirten Thiere die intraperitoneale Infektion, ohne zu erkranken, diemit todten Kulturen immunisirten Thiere dagegen erliegen dieserstärksten'Art. der Infektion. Erst durch das Ueberstehen einer nach-träglichen Infektion von der Haut aus wurden auch die mit todtenPestkulturen behandelten Thiere soweit immunisirt, dass ihnen un-denklich eine Injektion mit lebenden Pestbakterien in die Bauch-höhle gemacht werden konnte.

Ueber die Dauer der künstlichen Immunität konnten leiderkeine Experimente angestellt werden, sie würden zu ihrer Durch-führung viele Monate beansprucht haben.

Bemerkenswerth ist noch, dass mit der früher erwähnten abge-schwächten (Hankinschen) Pestkultur in der gewöhnlichen Dosiskeine Immunität zu erzielen war.

Wenn flüssige Kulturen ültrirt und die feste Substanz sowohlals die abflltrirte Flüssigkeit, jedes für sich, zur Immunisirung ver-wendet wurde, dann ergab sich, dass die Flüssigkeit nur sehrgeringe, die feste Substanz dagegen die volle immunisirende Eigen-schaft besass.

Alle diese Versuche bedürfen noch vielfach der Wiederholungund Ergänzung, namentlich müssten die Immunitätsverhältnisse derso hochempfindlichen grauen Affen gründlich studirt werden, umbessere Analogien für den Menschen zu gewinnen. Vorläufig lässtsich aus den bisherigen Experimenten entnehmen, dass, um mittodten Kulturen künstlich zu immunisiren, Kulturen von unge-schwächter Virulenz zu verwenden sind. Dieselben müssen inmöglichst schonender Weise, am besten durch einstündiges Erwärmenauf 65° C abgetödtet werden. Die Dosis der zu injicirenden festenBakteriensubstanz die Kulturflüssigkeit ist werthlos müsste fürjede Thierspecies besonders bestimmt werden. Dasselbe gilt auchfür den Menschen. Die Höhe der natürlichen Immunität, wie siedurch Ueberstehen der Pestkrankheit erlangt wird, lässt sich vor-läufig nur durch Nachimpfungen mit lebenden Pestbaeillen er-reichen.

Die todten Pestkulturen wurden ferner noch benutzt, um zuerfahren, ob die Pestbakterien, ähnlich wie die Cholera- und Typhus-Bakterien ein specifisches Gift enthalten. Sie wurden vorsichtig ge-