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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
Seite
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Da die Abtödtung durch Behandlung - der Kultur mit einerTemperatur von 65° während einer Stunde die besten Resultate er-geben hatte, so wurden die weiteren Versuche unter Anwendungdieser Methode angestellt, und zwar wurde, um die Abtödtung derKultur ganz sicher zu bewerkstelligen, dieselbe nach der Erhitzungnoch in einer 0,5 procentigen Phenollösung aufgeschwemmt und20 Stunden stehen gelassen, ehe sie zur Injektion benutzt wurde.Es hatte sich nämlich gezeigt, dass 0,5 procentige Phenollösung zwarfrische Kulturen schädigt, aber mit den erhitzten Kulturen ohneNachtheil eine Zeit lang in Berührung bleiben kann.

Von der in solcher Weise präparirten Kulturmasse war zurImrnunisirung eines braunen Affen eine volle Agarkultur, d. li. diegesammte Kultur, welche auf der schräg erstarrten Agarfläche einesReagensröhrchens innerhalb 48 Stunden gewachsen war, erforderlich,also eine recht bedeutende Substanzmenge. Wurde nur eine halbeKultur injicirt, dann war der Erfolg schon unsicher. Die Injektionvon/io Kultur nützte dem Versuchsthier nichts. Graue Affen warenauch durch eine volle Agarkultur überhaupt nicht so weit zu iin-munisiren, dass sie die gewöhnliche Infektionsdosis der braunenAffen überstanden hätten.

Die Immunität tritt, da es sich hier um eine aktive Immuni-sirung handelt, nicht sofort ein, sondern nach einem gewissen Zeit-raum, der experimentell zu ermitteln war. Es wurden zu diesemZwecke eine Anzahl Thiere mit abgetödteten Kulturen injicirt undje ein Thier am 3., 5., 7., 10. Tage nach der Imrnunisirung durchInfektion mit lebender Kultur darauf geprüft, ob die Immunitätbereits eingetreten war. Es ergab sich nun, dass am 3. Tage nochgar keine Anzeichen von Immunität zu bemerken waren. Am5. Tage war schon ein geringer Grad von Immunität vorhanden,denn das Thier starb bedeutend später wie das Kontrolltliier, welcheswie gewöhnlich am 3. Tage verendete. Am 7. Tage war die Immu-nität schon vollkommen entwickelt; das an diesem Tage inflcirteThier zeigte gar keine Krankheitserscheinungen nach der subkutanenInfektion.

Die auf solche Weise den Thieren künstlich verschaffte Immu-nität hat jedoch, wie noch erwähnt werden muss, nicht einen sohohen Grad, wie diejenige, welche durch Infektion mit lebenden

Koch. 4