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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
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gewinnen, welches durch die späteren zahlenmässigen Daten wohlkeine Aenderung mehr erfahren dürfte.

Bei der Iiaffkineschen Impfung werden von einem flüssigenPräparat, das aus abgetödteten Pestkulturen hergestellt ist, bestimmteMengen in den Oberarm oder am Bauche eingespritzt. Wir hattenGelegenheit, der Impfung von etwa hundert Personen beizuwohnen,und konnten bemerken, dass Erwachsene 2y 3 ccm, grössere Kinder1 ccm und kleinere Kinder y 3 ccm injieirt erhielten. Die darauffolgenden Reaktionen, welche in Anschwellung und Schmerzhaftig-keit der Injektionsstelle mit geringem Fieber bestehen, sind sehrwechselnd, sie fehlen manchmal gänzlich und können mitunter rechtstark sein, gehen aber in der Kegel nach ein bis zwei Tagen spur-los vorüber. Wenn es möglich ist, wird die Injektion nach 810Tagen wiederholt und zwar mit einer etwas stärkeren Dosis. Ge-wöhnlich bleibt es aber bei einer einzigen Impfung, weil die Ge-impften sich später nicht wieder vorstellen. In Damaon waren dieParsen und ihr Anhang zweimal, die meisten übrigen Personen nureinmal geimpft.

Was nun die Schutzwirkung des Haffkineschen Verfahrens an-betrifft, so liess sich sofort ersehen, dass eine solche bei den inDamaon Geimpften unzweifelhaft bestand. Man würde allerdingseinen Fehler begehen, wenn man ohne Vorbehalt die Gruppe dergeimpften Personen der übrigen nicht geimpften Bevölkerung gegen-überstellen und in Bezug auf Pesterkrankungen vergleichen wollte;denn die Parsen, welche nach der Impfung von Pest fast frei ge-blieben sind, hatten auch vor derselben keine Pestfälle gehabt. Aberunter den übrigen Geimpften, welche hauptsächlich aus Hindus be-standen, war im Verhältniss zu den nicht geimpften Hindus derUnterschied in der Pestmortalität ein ganz erheblicher. Wir müssendem Haffkineschen Verfahren somit eine hohe Schutzwirkung zu-erkennen, was nebenbei bemerkt, auch durch unsere Thier versuchevollständig bestätigt wird. Aber der Schutz ist kein absoluter. Eswurden uns 24 Fälle namhaft gemacht, in welchen nach der Impfungsich Pest mit tödtlicliem Ausgange entwickelt hatte. Bei einigenvon diesen war die Pest in den ersten Tagen nach der Impfungeingetreten, und es war anzunehmen, dass in diesen Fällen die An-steckung stattgefunden hatte, bevor der Impfschutz, welcher immer