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gänge, welche sich im Boden abspielen, können es nicht sein, dasieh diese Erscheinung auf Boden von der verschiedensten Beschaffen-heit wiederholt. Das Einzige, was vorläufig abgesehen von der Artdes menschlichen Verkehrs zur Erklärung dienen kann, sind dieeigenthümlichen Beziehungen der Batten und ähnlichen Ungezieferszur menschlichen Pest. Aus vielen Orten ist berichtet, dass demAusbruch der Pest eine seuchenartige Krankheit und massenhaftesSterben der Ratten voranging. In Damaon ist dies zwar nicht derFall gewesen, aber durchaus zuverlässige Personen theilten unsmit, dass, nachdem die Pest ausgebrochen war, in vielen Häusernkranke und todte Batten gesehen wurden. In einzelnen Häusernsollen auch zuerst todte Ratten gefunden und kurz darauf Pest-erkrankungen vorgekommen sein. Von dem Zusammenhang derBatten- und Menschenpest waren die Einwohner von Damaon soüberzeugt, dass manche schon ihre Häuser verliessen, wenn sie einetodte Ratte fanden. Augenblicklich sollen im nördlichen Damaondie Batten verschwunden sein, vermuthlicli sind sie alle von derSeuche hinweggerafft. In dem südlichen von der Pest verschonten Theilvon Damaon hat man dagegen von einer Rattenpest nichts bemerkt;das Ungeziefer soll dort in gleicher Weise sein Wesen treiben wiefrüher. Bekanntlich hat man auch den Schweinen eine ähnlicheBedeutung in Bezug auf die Verbreitung der Pest zuschreibenwollen wie den Batten. In Damaon hat sich etwas derartiges nichtgezeigt. Wir sahen zahlreiche Schweine in den Strassen der Stadtumherlaufen und im Unrath wühlen, aber es wurde uns von allenSeiten versichert, dass auffallende Krankheiten unter denselbenwährend der ganzen Pestzeit nicht vorgekommen seien. Ebensowenigsollen Hunde, Katzen und andere Hausthiere erkrankt sein.
Unter der durch Tod und Flucht stark gelichteten Bevölkerungvon Damaon hat die Pest zwar schon erheblich nachgelassen, aberwir konnten doch noch in dem Hospital und in den Häusern einebeträchtliche Anzahl von frisch Erkrankten und von Bekonvales-centen besichtigen. Das Hospital, welches eigentlich für die Ver-pflegung von Leprösen bestimmt ist, liegt ziemlich weit von derStadt entfernt; es hat Platz für 20 Kranke und war zur Hälfte be-legt. Ein wenige Stunden vor unserer Ankunft erfolgter Todesfallgab Gelegenheit zu einer Obduktion, bei welcher die typischen Ver-