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nördlich gelegene etwa 10000, der südliche 5—6000 Einwohner hat.In den Monaten December, Januar und Februar waren vereinzeltePestfälle unter Flüchtlingen, welche aus Bombay und Karraclieegekommen waren, beobachtet, aber es kam nicht zu einer eigent-lichen Epidemie. Erst im Anfang des März entwickelte sich unterder Fischerbevölkerung des Orts ein Pestausbruch, welcher schnellum sich griff und bis jetzt etwa 2500 Menschen weggerafft hat.Sehr bemerkenswert!! ist es nun, dass dieser Ausbruch vollständigauf den nördlichen Stadttlieil beschränkt geblieben ist und in diesemden vierten Theil der gesammten Bevölkerung vernichtet hat. AlsGrund für das Verschontbleiben des südlichen Stadttheils wurdeuns die strenge Absperrung desselben gegen jeden Verkehr mit demverseuchten Theil angegeben. Da es uns nicht gelang, irgend einenUnterschied in Bezug auf Boden, Ernährung, Zusammensetzung undBeschäftigung der Bevölkerung der beiden Stadttheile aufzufinden,so müssen wir allerdings die Absperrung, welche sich wegen dernatürlichen Trennung der Stadttheile leicht durchführen liess, alsdie Ursache dieser merkwürdigen Erscheinung ansehen, welche lehrt,dass die Pest weder durch Luft noch durch Wasser, wenigstens indem vorliegenden Falle auf eine Entfernung von wenigen hundertMetern verschleppt werden konnte. Es sind zwar auch in demsüdlichen Stadttheil vier Pestfälle vorgekommen, doch sind dieselbensämmtlich von der anderen Seite des Flusses herübergekommenoder hatten sich dort inficirt. Dieselben wurden glücklicherweisefrühzeitig entdeckt und sammt ihren Angehörigen sofort nach deminficirten Stadttheil transportirt. Also nur der menschliche Ver-kehr, und zwar der Mensch selbst bildete hier den Träger desPestkontagiums, und auch nur durch diesen, und nicht etwa durchWaaren oder ähnliche Gegenstände war die Pest nach Damaon ge-bracht; denn die ersten Fälle Hessen sich mit aller Bestimmtheitauf Pestkranke zurückführen, die mit einem Küstenfahrzeug vonIvarrachee nach Damaon gekommen und hier zu ihren Angehörigenin dem fast ausschliesslich von Fischern bewohnten Viertel gebrachtwaren. Erst hier fand die Pest einen Boden, auf dem sie Fussfassen konnte. Die früher eingeschleppten Fälle hatte der Zufallin weniger unreinliche und weniger dicht bevölkerte Häuser geführt,in denen sie unschädlich geblieben waren. In dem Fischerviertel