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ist. Leider konnte eine Untersuchung dieses Thieres nicht vor-genommen werden, weil die Eingeweide beim Auffinden schon vonGeiern aufgefressen worden waren. Im Uebrigen sind bei diesen mitGalle geimpften Thieren keine Krankheitssymptome vorgekommen,obwohl sie vom 8. Tage ab mit der übrigen inficirten Heerde zu-sammen gelassen wurden, sie hatten immer gut gefressen und zeigtenimmer ein gutes Aussehen.
Das Gesammtresultat für diese Gruppe ist also, wenn ich denletzten zweifelhaften Fall auch noch als Rinderpest rechne, dass von29 Thieren unter so ausserordentlich ungünstigen Verhältnissen, wiegeschildert, durch eine einzige Injektion 25 erhalten worden sind.Um aber ganz sicher zu sein, dass diese Thiere wirklich immunisirtsind, habe ich am 15. Februar 4 Thieren, welche beliebig heraus-gegriffen wurden, eine Injektion mit virulentem Rinderpestblut ge-macht. Die Thiere wurden dadurch nicht im Geringsten krank ge-macht, während 2 andere nicht mit Galle vorher injicirte Thiere,welche zur Kontrolle auf der Experimentalstation mit demselbenBlut injicirt wurden, schwer erkrankt und an Rinderpest gestor-ben sind.
Im Gegensatz hierzu ergab sich für die anderen Thiere derFarm Folgendes:
Von den 10 mit Phenolblut injicirten Thieren sind 3 nicht er-krankt und am Leben geblieben, die übrigen sind gestorben. Vonden 18 kranken Thieren, welche Phenolblut und Galle erhaltenhatten, sind 6 mit dem Leben davon gekommen. Die 44 von demFarmer mit Herz- und Blasenpräparat Geimpften wurden sämmtlichkrank, 10 davon sind gesund geworden. Von 80 Thieren, mit denennichts geschehen ist, sind nur 7 davon gekommen. Diese letztereZahl entspricht dem gewöhnlichen Verlust auf den von Rinderpestergriffenen Farmen.
Denn in allen Fällen, die mir zur Kenntniss gekommen sind,sind ungefähr 90% des Bestandes durch die Rinderpest verlorengegangen.
Das Resultat, welches ich in diesem Falle mit der Gallen-injektion erhalten habe, muss demnach als ein sehr zufriedenstellen-des bezeichnet werden. Es beweist aber auch noch, dass die Gallen-injektion auch auf einer Rinderpestfarm, wo die natürliche Infektion