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Reise-Berichte über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, Schwarzwasserfieber
Entstehung
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zwar wurden 18 kranke Thiere, zum grösseren Tlieil mit Blut,welches mit Phenol versetzt war, zum kleineren Theil mit Galleinjicirt. 10 Thiere, welche noch gesund erschienen, erhielten das-selbe Phenolblut, und 29 ebenfalls gesund erscheinende und bisdahin separirt gehaltene Thiere erhielten Galle injicirt; die bei diesemVersuch benutzte Galle stammte von einem Thier, welches am Tagezuvor auf der Experimentalstation nach 6 tägiger Krankheit an Rinder-pest gestorben war; dieselbe hatte eine dunkelgrüne Farbe, war fastklar und hatte denselben Geruch wie die Galle von einem gesunden,eben geschlachteten Thier.

In den folgenden Tagen habe ich die Farm wiederholt besuchtund konnte Folgendes konstatiren:

Die mit Galle injicirten Thiere bekamen sämmtlich mehr oderweniger starke Anschwellungen an der Injektionsstelle. Manchegingen in Folge dessen einige Tage lahm.

Diese Anschwellung verlor sich indessen in der 2. Woche undwar bald darauf ganz verschwunden. Keines der Thiere hatte einenAbscess in Folge der Impfung gehabt. Am 6. Tage nach der Impfungerkrankten 4 Thiere unter Rinderpestsymptomen. Von diesen star-ben 3 und eines, welches die Krankheit in leichterem Maasse gehabthatte, genas wieder.

Wenn man die Inkubationsfrist berücksichtigt, dann sind dieseThiere höchstwahrscheinlich schon vor der Impfung inficirt gewesen.Aber auch am Tage der Impfung selbst konnte die Infektion erfolgtsein, da die Thiere, um für die Impfung niedergeworfen und ge-fesselt zu werden, in einen Kraal gebracht werden mussten, inwelchem die rinderpestkranken Thiere bisher jede Nacht gehaltenworden waren.

Der Boden in diesem Kraal war mit Rinderpestkoth bedeckt,er war feucht und es konnte nicht vermieden werden, dass dieThiere beim Niederwerfen sehr stark mit Rinderpestdünger be-schmutzt wurden.

Später, am 20. Februar, erschien ein Thier aus dieser Gruppekrank, es hatte höhere Temperatur, frass nicht, hatte aber keinenDurchfall und auch sonst keine Rinderpestsymptome. Dasselbewurde schon am nächsten Morgen todt auf der Weide gefunden, esist deswegen nicht wahrscheinlich, dass es an Rinderpest eingegangen