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mental-Station empfohlen war. Ich fand denselben auch sehr günstig-gelegen, da jenseits der kaum eine Meile entfernten Grenze des Frei-staats die Rinderpest sich auf mehreren Farmen gezeigt hatte undein zur Einrichtung des Laboratoriums geeignetes Grundstück nebstGebäuden von der De Beers Company zur Verfügung gestellt war.
Hier konnte ich mich bis Ende März 1897 mit Untersuchungenbeschäftigen, welche hauptsächlich darauf hinaus gingen, eine brauch-bare Schutzimpfung gegen die Rinderpest zu finden.
Inzwischen war in Bombay die Bubonenpest ausgebrochen,und die deutsche Regierung hatte beschlossen, eine wissenschaftlicheMission dorthin gehen zu lassen. Mir wurde die Ehre zu Theil, zumFührer dieser Mission ernannt zu werden, und ich musste in Folgedessen meine Arbeiten in Kimberley abbrechen, glücklicherweise zueiner Zeit, als die Grundlagen zu den beiden Schutzimpfungs-Ver-fahren, welche sich später in der Praxis so vortrefflich bewährthaben, bereits gelegt waren.
Meine Arbeiten wurden anfangs durch Oberstabsarzt Dr. Kohl-stock und Dr. Turner fortgesetzt; später als Kohlstock nach Deutsch-Südwestafrika eilen musste, um die Bekämpfung der Rinderpestdaselbst zu leiten, trat Dr. Kolle, einer meiner Assistenten vom In-stitut für Infektionskrankheiten, an seine Stelle.
Die Reise von Südafrika nach Indien, welche ich am 22. März1897 antrat, ging nicht so schnell von Statten, als ich es gewünschthätte. Die direkten Dampferlinien hatten wegen der Pest-Quarantänedie Fahrten eingestellt, und ich konnte nur auf dem Umwege überOstafrika und Aden nach Bombay gelangen. So kam es, dass icherst am 1. Mai Bombay erreichte, wo die deutsche Pestkommissionunter Führung meines Stellvertreters, des Geli.-Rath Professor Gaffky,den grössten Theil ihrer Arbeiten bereits erledigt hatte. Es warennur noch die Immunisirungsverhältnisse der Pest zu untersuchen,