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Zweiter Band (1844)
Entstehung
Seite
336
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Verfahren, derselbe Gang der Rede. Später gibt er den Seneca umden heiligen Augustin auf, ohne daß die Sonne Afrika's seine Einbil-dungskraft je erwärmen könnte. Er behandelt die Sprache wie derBildhauer den Stein, plastisch.

Selbst indem er Meister des materiellen Ausdrucks bleibt , wird ergewöhnlich von dem syntactischen Verfahren beherrscht. In dem Augen,blicke, in welchem er die Bestimmungen seiner religiösen Propagandaund die Nothwendigkeit eines volksthümlichen Werkzeuges erkannte, litter an dem Einflüsse der lateinischen Sprache. In der Widmung anFranz I., dem schönsten Blatte, das er je geschrieben, erkennt man überallden Schüler, welcher sich an die Grammatik Mathurin Cordier's hielt:er ist ein Uebersetzer, welcher keine grössere Freude kennt, als seinerRedeweise ein römisches Gepräge zu geben.

So kann denn Calvin, unerachtet aller schönen Eigenschaften, derKlarheit, der Fülle und des Reichthums seines Styles, keinen Platzunter den Schöpfern der französischen Sprache erlangen. Anstatt dasser sie von dem Wege der Lateiner abbrachte, fesselte er sie auf denselben.Er wurde weder als Sectirer, noch als Schriftsteller revolutionär: seinStyl ist galloromanisch, seine Symbolik protestantischreformirt.

1) Herr Sayous führt in seinen trefflichen literarischen Studien verschiedeneBeispiele von Calvin's Anhänglichkeit an die lateinische Redeweise an. Wirwollen hier einige Beispiele ciNren.

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