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Zweiter Band (1844)
Entstehung
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247
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Wenn sie mit dem Despoten durch Mord ein Ende zu machen verstandenhätten, würden sie die ganze Bevölkerung auf ihrer Seite gehabt haben,und am Tage nach der Tödtung wäre die Kirche von St. Petrus vollvon Bürgern gewesen, um dem Himmel zu danken für den Sturz deöTyrannen. Wäre der Gedanke frei gewesen in Genf, so hätten einigegedruckte Zeilen hingereicht, an Calvin Gerechtigkeit zu üben. Der Dolchhätte im Nothfalle das Pamphlet ersehen können; aber die Libertinerwagten cs nicht, sich desselben zu bedienen. Wir wollen sie darumnicht tadeln, nur müßen wir bemerken, daß sie im Angesichte des Petrusde la Baume kühner waren. Dieser alte Bischof verzieh immerund oftauch zur Unrechten Zeit," sagt Herr Galiffe;während der neue nieverzieh." 0

Nie tödtet man aber ein Volk, ohne daß das Blut unschuldig zuGott aufruft. Calvin duldet schon die Strafe für seine Grausamkeit.Der Despot altert vorder Zeit; seine Nächte sind qualvoll; er fürchtetden Tag, an dem er in eine Schlinge oder in eine Falle gerathen könnte;seine Seele gibt sich der Verzweiflung hin. Wenn ihr ihn in seinerWohnung in der Domherrnstraße besuchet, werdet ihr ihn treffen, wieer an Farell schreibt:Ach, ich habe meinen Kräften zu viel getraut:der Eigennutz ist der Herrscher, welcher die Menschen lenkt: es gibt keinenNationalgeist, keine Liebe, keine Menschenfreundlichkeit, keine Sittlichkeitmehr in Genf: mein Wirken ist vorbei.... Ich zittre vor der Zukunft."

Halten wir einen Augenblick inne, um den Reformator in seinemhäuslichen Leben zu betrachten.

1) >'c»t. 6en> llk,, p. 352.