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Geschichte der Reformation im Bereiche der alten Erzdiözese Köln
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versichert sei. Das übrige eroberte jülichsche Land gab er demHerzoge zurück.') Als durch diesen Frieden für den KönigFranz die Aussicht verloren war, für immer eine kräftige Stütze,wenn nicht gar eine französische Provinz, an dieser westlichenSeite Deutschlands zu besitzen, so war er auch nicht geneigt,den Preis herzugeben, der ihm senen Wunsch verwirklichen sollte.AlS darum Wilhelm seine Gattin wollte abholen lassen, wardsie ihm mit artigen Grobheiten verweigert. Jene Heirath hatteden Herzog an die Interessen Frankreichs fesseln sollen; undwäre sie mit der Verwirklichung der beiderseitigen Plane zudauerndem Bestände gekommen, nicht geringe Gefahr hätte derrömischen Kirche und dem Reiche von dieser Seite her gedroht.Daß der katholische Franz sich auch nicht gescheut haben würde,wenn es der Förderung seiner Interessen gegolten, auch dieWaffen zu ergreifen zu Gunsten des Protestantismus, läßt ver-muthen das Zeugniß seines weiten Gewissens in NeligionS-angclegenheiten, welches er durch sein Bündniß mit den Türkenablegte, um nur den Kaiser von allen Seiten in Schach zu hal-ten. Aber das Blatt wandte sich, und eine Heirath fesselte denHerzog Wilhelm gerade nach der entgegengesetzten Seile an dieInteressen des Kaiserhauses. Zwar vermählt, wollte er dennochnicht ohne Frau bleiben, und er sandte seinen Rath Bernhardvon Spberg nach Rom, um die Nichtigkeitserklärung seinerEhe und die Erlaubnis) zu einer andern Ehe zu erhalten. PapstPaul Iii. erklärte die Ehe auf Grund des obwaltenden cano-nischen trennenden Ehehinderuisses vis et metus für nichtig, undgab beiden Theilen die Freiheit, eine andere Ehe einzugehen.-)Wilhelm heirathete 1546 in RegenSburg mitten im Kricgsgc-wiihl die Maria, Tochter König Ferdinaud's. Hierdurch er-reichte der Kaiser wenigstens so viel, daß zeitweilig die verein-ten Herzogthiimer sich noch nicht öffentlich zu den protestantische»

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