Kurze Uebersicht der Garten-Gewächse. 337
zum Wintergebrauch einzumachen, abschneiden, so wie man sieht,daß die Blüthe sich oben zeigt. Läßt man sie länger stehen, sowerden sie holzig. Es ist das Gemüse von diesen Stengeln beiweitem nicht so bekannt, als es, seiner Zartheit und leichtenVerdaulichkeit sür Kranke wegen, verdient. Der Boden dazu mußaber wohl gedüngt und gegraben sein, auch sie 1 — 1^ Schuh weitvon einander gepflanzt werden. Der Saamen dauert in seinerGüte S—7 Jahre.
Oberkohlrabi. Der Saamen geht nach 6 Tagen auf, darfnicht zu dicht gesäet, so wie auch nicht zu dicht verpflanzt werden,was gewöhnlich im Juni geschieht. Das öftere Behacken ist ihnensehr zuträglich, doch darf man sie nicht abblaten.
Unterkohlrabi. Diese müssen, wie alles Wurzelwerk, inLand gepflanzt werden, was schon ein Jahr andere Gewächsegetragen hat, ohne frisch gedüngt worden zu sein. Der frischeDünger erzeugt Würmer in denselben.
Blumenkohl; hiervon geht der Saamen nach 6 Tagen auf.Zum zeitigen Gebrauch wird er von Mitte März bis AnfangMai gesäet; die Pflanzen, die unverpflanzt stehen bleiben, bekommenvor den Verpflanzten einen Vorsprung von 3—4 Wochen.
Brannerkohl. Man säet ihn im März und April und pflanztihn im Juni in gut gedüngtes und gegrabenes Land.
Weißkraut (Weißkohl), wird wie der Kohlrabi behandelt,muß aber beim Behacken auch angehäufelt und darf geblatetwerden. Die festesten Köpfe liefert der Erfurter, die größten aberder Brannschweiger und Angelberger Kopfkohl.
Wirsing (Savoyerkohl). Von diesem gilt ganz dasselbe,wie beim Weißkraut gesagt worden ist.
Rosenkohl. Dieser ist eine Abart des Wirsings und wirdeben so behandelt. Da er keine Köpfe bildet, sondern kleineKnospen aus den Blattwinkeln treibt, so sucht man diese zuvermehren und zu vergrößern, indem man ihn tüchtig blatet, unddas zwar bis zur Krone hinaus. Man kann zum Wiutergebraucheine zweite Aussaat im Mai machen.
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