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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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Zweiter Abschnitt.

G e N f e.

Sk. Krautkopf.

ierzu werden 1 oder 2 Krautköpfe, je nachdem sie großsind, entblättert und in Wasser halb gahr gekocht. Dann nimmtman Kalb- oder Schweinefleisch, schabt es so, daß keine Sehnenmehr darin sind und hackt es mit etwas Schinken, Speck, Zwiebelnund einigen von den kleinsten zartesten Blättern des Krautes rechtfein; rührt dann etwa 2 Stiche Butter zu Schmand, schlägt 34Eier dazu, thut Salz, etwas Muskatnuß und ein 14 in Wassereingeweichtes und ausgedrücktes Milchbrod darunter und zuletzt dasgehackte Fleisch. Dann legt man 4 dreifingerbreite lange StreifenLeinen oder leinen Band auf eine Schüssel ins Kreuz, hieraufeinige große gekochte Krautblätter, dann etwas von der Farce, dannwieder Krautblätter, wieder Farce und wieder Blätter, und so fortbis die Farce beinahe alle angewandt ist, (etwa 1 guten Löffel vollläßt man zur Sauce zurück) doch muß dieselbe immer rund auf denBlättern herum gestrichen werden, und wenn zuletzt Blätter gelegtworden, so werden die Leinwandstreifen kreuzweise zusammen gebunden,so daß der Kopf hübsch rund wird. Nun thut man Butter uudetwas Speckscheiben in eine Casferolle, legt den Kopf darauf, undläßt es zugedeckt etwas schmoren, schüttet dann etwas Wasser oder