Druckschrift 
Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

Nützliches Allerlei.

325

944. Politur, um Möbel zu Poliren.

Man nimmt H Loth Kopal, 4 Loth Schellack, 1 LothMastix, 1 Loth Sandrach und ^ Maas Weingeist, oder H LothKopal, 8 Loth Schellack, H Loth Sandrach, H Loth Mastix undH Maas Weingeist, stößt alles klein, thnt es mit dem Spiritusin eine Flasche, stellt es an einen warmen Ort, schüttelt es oftum, und läßt es stehen, bis alles aufgelöst ist. Dann wickeltman ein kleines wollnes Läppchen zu einem Päuschchen, zieht einfeines leinenes Läppchen darüber, gießt einige Tropfen von obigerPolitur auf die glatte Fläche des Päufchchens, bringt einen TrovfenLeinöl darauf und fährt dann auf dem Möbel möglichst gleich-mäßig der Länge nach, auf großen Flächen auch qnerüber und indie Runde herum, bis dieselbe überall gleich glänzend nnd voll-kommen trocken geworden ist. So oft das Päuschchen ganz trockenzu sein scheint nnd der nöthige Glanz noch nicht hervorgebrachtist, benetzt man das Päuschchen aufs Neue mit Politur und Oel.Es versteht sich, daß bei dem Auftragen der Politur einigerDruck stattfinden muß, doch nicht zu stark.

943. Fußboden zu bohnen.

Man nimmt einen neuen Topf, thut 8 Quart (4 Maas)weiches Wasser, 1 Pfd. gelbes Wachs, 1 Pfd. gereinigte Pott-asche und j Pfd. Orleans hinein, läßt dies zusammen 3 Stundenkochen und seiht es dann durch ein Tuch in einen anderen Topf.Nachdem der zu bohnende Fußboden sorgfältig gereinigt worden,streicht man die erwärmte Farbe möglichst gleichmäßig und jenachdem das Holz läuft, auf denselben; ist der Anstrich dannvollkommen trocken, so bürstet man ihn tüchtig und so lange, bises gar nicht mehr klebt. Diese Portion ist für ein sehr großesZimmer berechnet, und ist ein etwaiger Rest zu anderweitigemGebrauch aufzubewahren.

946. Verfahren, um selbst gezogenen Taback selbst und auf diegesundeste Art zu bereiten.

Nachdem der Taback in sehr leichten, aber fetten Bodengepflanzt worden, und zwar 1 Fuß und noch mehr auseinander,