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Nützliches Allerlei.
917. Andere Art, welche sehr hell und auch sparsam brennen.
Hierzu nimmt man dasselbe Verhältniß von Talg und Wasser,kocht dieses zusammen aus, wie im vyrigen Artikel gezeigt wordenund seihet es dann durch; setzt dann aufs Neue so viel weichesWasser zu, als man an Gewicht ausgelassenes Talg hat, nebst3 Loth Salpeter, 3 Loth Salmiack und 12 Loth Alann, kochtdieses alles, bis kein Wasser mehr zu bemerken ist, gießt es dannabermals durch und läßt es warm stehen, damit sich alles nochdarin enthaltene Trübe zu Boden setze. Die Dochte bereitet manwie im vorigen Artikel bemerkt worden, so wie man das amEnde desselben ferner Gesagte auch hierbei zu beobachten hat. —Will man zu jedem Pfd. Talg 4 Loth Wachs zusetzen, so werdendie Lichter um so schöner werden.
918. Limburger Käse zu machen.
Von der dazu bestimmten sauern Milch nimmt man denSchmand ab, schneidet mit dem Messer ein Kreuz in die Milch,die in möglichst flachen Gefäßen gerinnen muß, gießt einen Fingerhoch kochendes Wasser darauf, läßt sie so 2 Stunden stehen uudgießt dann Wasser und Mölke ab. Nun stellt man einen Tischetwas schräg, so daß zwei Beine davon höher als die beidenandern stehen, stellt auf diesen einen Rahmen von Tannenholz,dessen Seiten vier Finger hoch nnd eine Elle lang sein müssen,legt ein nicht zu dichtes Tuch darüber her, doch ganz lose, gießtdie Milch hinein, bis diese Form voll ist und läßt die Mölkerein ablaufen. Dann streut man Salz darüber her, läßt es24 Stunden so stehen, schneidet es dann in 5 — 6 Finger breiteviereckige Stücke und legt diese auf schräg gestellte Bretter au dieLuft, doch aber so, daß keine Sonne darauf scheine. So läßtman sie 3 Tage liegen, während welcher Zeit man sie öfters um-wendet, packt sie dann in Steintöpfe, streut Salz dazwischen undbeschwert sie etwas. Auf diese Weise bleiben sie liegen, bis siegelb sind, dann packt man sie herum nnd behandelt sie wie andereKäse.