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Hessisches Kochbuch
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Nützliches Allerlei.

man die Galläpfel, bis es zur Hälfte eingekocht ist; dann setztman den Vitriol hinzu und löst diesen vollständig durch Kochenauf. Ist dieses geschehen, so thut man die Erdkohle und dasElfenbein dazu und rührt alles durcheinander. Dann löst manden Alaun auf und thut zuletzt das Gummi dazu. Hierauf filtrirtman es dnrch einen leinenen Beutel, läßt es 24 Stunden ruhigstehen, gießt die flüssige Dinte in Flaschen, den trocknen Theilhingegen thut man in Schreibzeuge, in welche man, wenn mansich derselben bedienen will, nur etwas weniges Wasser zu gießenbraucht, da es sehr leicht in diesem zergeht. Obige Quantität,auf diese Art behandelt, giebt 2 Pfd. flüssige und 2 Pfd. trockneDinte. Diese Dinte wird nach einigen Stunden sehr schönschwarz und ist nicht auszulöschen.

913. Dinte für Stahlfedern. ChronvDinte

2 Loth käuflichen Blauholz-Extract (zerstoßen) mit 4 Pfd.kochendem Wasser übergössen, und dann 1 Quentchen gelbeschromsaures Kali hinzu gethan, und gut unter einander gerührt.(Diese Dinte ist tief violet).

914. Mittel zur Erhaltung der Stahlfedern.

In einem gewöhnlichen Arzneiglas löst man 1 Quentchengereinigte Pottasche in ohngefähr 4 Loth Wasser auf. Hiervongießt man in ein Qpodeldocglas so viel, daß eine Stahlfeder beimHineinstellen so weit davon bedeckt wird, als sie zuvor in dieDinte getaucht wurde. Besser ists noch, wenn man eine SchichtAsbest ins Glas legt, und diese mit einer hinreichenden Quan-tität obiger Auflösung übergießt und die vor und nach dem Ge-brauch mit einem Läypchen abgeputzten Stahlfedern hineinsteckt,und nach einigen Wochen die verminderte Flüssigkeit von derübrigen wohl verkorkten, aufbewahrten Auflösung ersetzt.

915. Dinte zum Zeichnen der Wäsche, ohne derselben Schadenzu verursachen.

3 Drachmen Höllenstein, 2 Gran arabisches Gummi undö Gran Saftgrün in -etwa 3 Eßlöffel voll weichem Wasser auf-