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Hessisches Kochbuch
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Nützliches Allerlei.

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dann das Vitriolöl sehr vorsichtig am Rand tropfenweise hinzugegossen, alles wohl unter einander gemischt und zuletzt der übrigeEssig darunter gerührt. Man gießt es dann in gläserne odersteinerne Flaschen und bewahrt es zum Gebrauch.

909. Sehr schöne Dinte, welche nach dem Schreiben immerschwärzer und nie gelb wird-

12 Loth gestoßenen türtischen Gallus, 4 Loth Kupferwasser,4 Loth Kummi »rabicum. Ueber den Gallus gießt man 1 MaasFluß- oder Regenwasser und 1 Schoppen recht guten Essig, stelltdieses 14 Tage in die Sonne oder an einen sonstigen warmenOrt und schüttelt es während dieser Zeit öfters um; dann thutman das Uebrige nebst einem guten Theelöffel voll grünen oderschwarzen Thee und eben so viel Salz hinzu und stellt es nochK8 Tage m die Wärme.

910. Andere Art.

8 Loth Galläpfel, 8 Loth Kupferwasser, und 6 Loth arabischenGummi, stößt und mischt man unter einander, gießt 1 Schoppenguten Essig darauf, und nach 3 Tagen 2 Maas Regen- oderabgekochtes Wasser. Etwas Salz hinzu gethan, verhindert dasSchimmlichwerden.

911. Schöne rothe Dinte.

Man nimmt Galläpfel und Fernambuck und läßt beides inBranntwein einige Tage ausziehen; hernach gießt man es durchein leinenes Läppchen und thut noch das nöthige Wasser, etwasAllaun und Kirschgummi dazu.

912. Bereitung einer flüssigen und trocknen Dinte.

Ein paar Finger voll Brasilienholz, mit 2 Pinten reinemFlußwasser abgekocht; 1 Pfd. aleppifche Galläpfel, 1V Unzengrünen Eisenvitriol, 3 Unzen arabisches Gummi, nur bis zurSättigung in Weingeist ausgelöst: 2 Unzen gestoßenen Alaun,4 Quentchen pulverisirte schwarze Erdkohle und 2 Quentchenpulverisirtes Elsenbeinschwarz. In der Blauholzinfusion kocht

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