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Hessisches Kochbuch
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305
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Nützliches Allerlei.

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dieses alles wird grob gestoßen, kurze Zeit am Ende mitgekochtund beim Einfüllen in die Flaschen zurück gelassen.

873. Künstlicher Essig-

Pfd. Honig wird mit kochendem Wasser ausgelöst, dannMaas reiner Branntwein, 7 Unzen Cremortartari und z Ohmweiches Wasser dazu gethan, alles gehörig gemischt uud in einFaß gegossen. Auf das Spundloch klebt man steifes Papier unddurchsticht dieses mehrmals mit einer Nadel. Man legt das Faßan einen warmen Ort und kann den Essig schoi^ nach ö Wochengebrauchen. Zur schnellern Säuerung kann man 68 Loth Roggen-brod mit so viel gutem starken Essig begießen, als es in sich zieht,und dieses so gesäuerte Brod in den Essig legen.

874. Andere Art.

Zu ^ Ohm bedarf man 3 Pfd. Syrup, so viel Sauerteigals zwei Gänseeier groß sind, 3 Maas guten Branntwein und6 Loth Weinstein. Dieses wird zusammen in einen Napf gemischt,nachdem der Weinstein sein gestoßen worden, dann mit weichemWasser aufgelöst und hieraus in das Faß gegossen; während mandieses mit weichem Wasser nach und nach voll füllt, wird esjedesmal tüchtig geschwenkt, damit es sich recht vermischt. Ist esvoll, so wird ein Stück Flanell über das Spundloch genagelt,das Faß an einen warmen Ort gelegt, und nach 68 Wochenkann man den Essig gebrauchen.

875. Andere sehr gute Art, s. g. ewiger Essig.

Hierzu muß man ein Faß nehmen, das in einem der Bodenein so großes m Loch hat, daß man mit einer Obertasse herausschöpfen kann.. Hier hinein thut man in folgendem Verhältniß:8 Maas Wasser, 3 Schoppen Branntwein, ^ Pfd. Honig und^ Pfd. Weinstein (weißen). Dies alles mischt man gehörig durchRütteln durcheinander, löst aber zuvor den Honig und Weinsteinin einem warm gemachten Theil obigen Wasserquantums auf, läßtes kalt werden, und gießt es erst dann mit dem Uebrigen insFaß, was man, dann ruhig und mit einem recht gut passenden

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