3V4 Nützliches Allerlei.
tüchtig schäumt, läßt ihn dann über Nacht stehen, gießt dasKlare ab, macht dieses wieder kochend heiß, rührt ^ bis 1 Pfd.halb braunes, und halb gelbes Sensmehl in einer Schüssel rechtzart, gießt nach und nach 1 Maas von dem siedenden Most daran,und rührt es so lange, bis es ganz kalt und zart ist. Schmecktes etwa bitter, so kühlt man eine» glühenden Stahl darin ab,füllt es dann in Flaschen, stopft sie recht fest zu, und verwahrtsie an einem kühlen trocknen Ort'
871. Künstliche Hefe zu bereiten.
1 gutes Pfd. Mehl, ^ Pfd. Candis-Zucker, ein wenig Salz;dieses zusammen kocht man 1 Stunde lang mit 2 Gallonen Wasser,läßt es dann bis zur Milchwärme erkalten, gießt es in eine Flascheund pfropft es fest zu. Nach 24 Stunden kaun man es stattHefe oder Sauerteig gebrauchen.
872> 8->^s oder Champignon-Essenz.
Man putzt große und kleine Champignons rein von allemSchmutz, ohne sie jedoch zu schälen, noch das Blätterriche unterdem Hut wegzunehmen; schneidet vas Ganze in Stücke, thnt esin einen Steintopf oder in ein porzellän Gefäß, streut etwas vielSalz dazwischen, stößt es mit einem hölzernen Löffel ganz entzweiund läßt es einige Tage im Warmen stehen, damit es gährt,dann kocht man es einmal anf, drückt den Saft durch ein Tuch,läßts bis zum Dickwerken einkochen, so daß es kaum noch fließt,füllt es, wenn es kalt ist, in Bouteillen, pfropft sie fest zu undverwahrt sie zum Gebrauch. Aus diese Art bereitet, hält es sichJahre.
Auch kann man diese Essenz auf folgende Art machen: Nach-dem man die Champignons gereinigt und mit einem hölzernenLöffel klein gedrückt, auch Salz darunter gemischt hat, läßt man sieeine Nacht über stehen, gießt dann das Flüssige durch ein Tuchund läßt es sich bis zum Abend setzen. Dann gießt man dasKlare oben ab und kocht es unter fleißigem Schäumen bis zu Z ein.Auf ^ Maas klaren Abguß nimmt man ^ Quentchen Muskat-blüthe, ^ Quentchen Nelken, 4 Loth Piment und 4 Loth Pfeffer;