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Hessisches Kochbuch
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Einmachen verschiedener Früchte.

sie abermals in den Ofen und wiederholt dieses noch einmal,indem man sie nun umkehrt und auf der andern Seite überstreut.Sind sie dann trocken genug, so packt man sie dicht zusammenin Schachteln mit Papier ausgelegt und verwahrt sie an einemtrocknen Orte.

824- Aprikosen trocken einzumachen.

Große schöne Aprikosen werden, wenn sie noch nicht ganzweich sind, sauber geschält, mitten von einander geschnitten, dieSteine heraus genommen uud aufgeklopft, und die Früchte sogleichin kaltes Wasser gelegt. Hieraus nimmt man so viel Zucker anGewicht als die Aprikosen wiegen, kocht diesen recht dick mitetwas Wasser ein, nimmt alles Unreine davon ab und läßt ihnetwas verkühlen. Während dem nimmt man die Aprikosen miteiner spitzen Nadel ans dem Wasser und legt sie auf ein reineSaltes Tuch zum Abtrocknen (sie machen böse Flecken in das Zeug),legt sie dann m laulichen Zucker und läßt es zusammen so stehen,bis dieser kalt geworden. Dann setzt man es aufs Feuer und läßtes so lange zusammen kochen, bis der Zucker seine frühereKonsistenz wieder erlangt hat; hierauf gießt man es in einePorzellan-Schüssel, läßt es eine Nacht so stehen, nimmt die FrüchteStück für Stück mit einem Zuckerlöffel heraus, drückt ganz gelindeden überflüssigen Zucker aus, legt sie auf Schiefersteine und trocknetsie über einem warmen Ofen langsam. Während dem Trocknensteckt man in jede Aprikose einen der geschälten Kerne; sind siedann trocken genug, so verwahrt man sie in Einmachegläsern aneinem trocknen Orte.

823. Kirschessenz.

Man treibe eine beliebige Menge sauerer Kirschen durch einenirdenen Durchschlag vermittelst eines hölzernen Löffels, so daß nurdie Steine zurück bleiben, die man in einem steinern Mörser miteinigen bittern Mandeln ganz fein stößt; dann mischt man sie mitden durchgetriebenen Kirschen wohl untereinander und läßt es so2 Tage an einem kühlen Orte stehen. Hieraus wird der Saft