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Hessisches Kochbuch
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287
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Einmachen verschiedener Früchte.

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Zucker vollkommen mit dem Saft verbunden hat. Dann fülltman ihn wieder in Flaschen, thut in jede einige Nelken nnd kleingebrochenen Zimmt, verbindet sie mit Papier, sticht einige Löcherin dieses und setzt sie 1214 Tage in die Sonne. Dann werdensie verpfropft, verpecht und an einem kühlen Orte aufbewahrt.

822. Berberitzbeerensast.

Man zerdrückt die Beeren in einem steinern Gefäß, preßtsie durch einen Flanell-Beutel, doch nicht zu stark, läßt den Saftsich gehörig setzen und klären, gießt ihn vorsichtig in Flaschen undverpsropft und verpicht diese. Oder: man macht die zerdrücktenBeeren vor dem Durchpressen etwas warm und verfährt übrigenseben so. Oder: man kocht den durchgepreßten Saft etwas auf,schänmt und behandelt ihn dann ferner wie oben gesagt. Oder:man setzt den ausgepreßten und in Flaschen gefüllten Saft einigeTage in die Sonne und verwahrt ihn erst dann wie erwähnt.Auf die erste nnd letzte Art bereitet, kann dieser Saft statt desZitronensaftes zu Punsch und sauern Saucen verwandt werden.Kocht man den frischen Saft mit gleichem Gewicht von Zucker, sodient er den Kranken mit etwas Wasser vermischt, wenn überhauptdenselben Säueren erlaubt sind, zur großen Erquickung.

823. Prünellcn zu machen.

Hierzu nimmt man recht reife, große schöne Pflaumen, hältsie in einem Schaumlöffel in kochendes Wasser, damit sich dieSchaale leichter ablöse, schält sie und läßt sie im Trockenofenlangsam so lange welken, bis sich die Kerne lösen, nimmt danndiese heraus, drückt die Pflaumen breit und platt, legt sie aufPapier, überstreut sie ganz mit Zucker und läßt sie so eiue Nachtliegen. Dann drückt man immer 2 Pflaumen mit der überzuckertenSeite auf einander, legt sie wieder auf Papier und damit auf dieTrockeuhorten, und läßt sie so lange im lauwarmen Trockenofen,bis sie schrumpflich werden und der Zucker schmilzt. Hieraufnimmt man sie wieder heraus, legt sie auf reines Papier, über-streut sie wieder mit Zucker, läßt sie einige Tage liegen, bringt