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Hessisches Kochbuch
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Einmachen verschiedener Früchte.

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813. Zwetschen- und Birnmuß.

Wie dieses gekocht wird, weiß jede Hausfrau, doch nichtimmer das richtige Verhältniß des dazu zu verwendenden Gewürzes.Dieses findet auf eine sehr wohlschmeckende Art statt, wenn manauf 6 gute Waschkörbe mittler Größe voll Zwetschen oder Birnen,1? Loth Zimmt und eben so viel Nelken, beides fein gestoßen,nimmt; auch kann man für Sgr. gestoßenen Anis darunterthun, wenn man den Geschmack liebt. Nach gemachter Erfahrungist es am besten zur längern Erhaltung des Mußes und Vermeidungdes Schimmelns, wenn mau dasselbe, nachdem es in den Töpfenvollkommen kalt geworden, mit einem Löffel überall recht dichtund fest an den Rand der Töpfe andrückt, dann so viel daranffüllt, daß es dem obern Rand beinahe gleich ist, es oben auf mirdem Messer recht gleich und eben macht, und mit Rinder- oderHammelSfett zugießt. Der Frost schadet ihm nichts, wenn esrecht gahr und steif gekocht worden ist.

816. Zwctschen-Marmelade anderer Art.

20 Pfd. geschälte und ausgesteinte Zwetschen bringt manschichtweise mit ö Pfd. gestoßnem Zucker in ein Glas, gießt etwa1 Schopppen Rheinwein darauf und läßt es eine Nacht überzugedeckt stehen. Den folgenden Tag bringt man das Ganze aufnicht zu starkes Feuer, klopft die Zwetfchenkerne auf, befreit siemittelst kochendem Wasser von aller Schaale, schneidet von 45Zitronen die Schaale ganz fein und legt sie ^ Stunde in kalteSWasser. Hat nun die Marmelade eben so lange gekocht, so thutman beides dazu und läßt sie dann zur nöthigen Konsistenz einkochen.Beim Gebrauch kann man sie noch mit etwas Wein verdünnen.

817. Süßer Himbeersaft.

Auf die Himbeeren (auch Erd- oder Johannisbeeren) gießtman, nachdem sie gehörig gelesen und gewaschen worden, ein wenigWasser, läßt sie auf dem Feuer langsam heiß werden, schüttet siein einen Beutel und preßt den Saft gelinde nach und nach heraus.Auf jedes Pfd. Saft läutert man H Pfd. Zucker, gießt den Saft