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Hessisches Kochbuch
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280
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280 Einmachen verschiedener Früchte.

dnrch und macht die Kerne heraus. Hierauf läutert man auf jedesPfd. so vorbereiteter Zitronen 1-t bis 2 Pfd. Zucker, thut jenedann dazu, läßt sie einigemal darin aufkochen, nimmt sie dannmit einem silbernen Streulöffel heraus, rangirt sie in das Ein-macheglas, kocht den Zucker noch etwas dicker ein, und giebt ihndann auf die Zitronen.

804. Pomeranzen einzumachen.

Man durchsticht sie mehrmals mit einer Gabel, stößt siemittelst eines Acpsel-Ausstoßcrs aus und kocht sie in vollem Wasserso weich als möglich, nur müssen sie ganz bleiben. Dann hebtman sie in kaltes Wasser, erneuert dieses nach 24 Stunden undläßt sie wieder eben so lange stehen. Hierauf legt man sie in einPorzellan Gefäß, läutert auf 3 große Pomeranzen 1 Pfd. Zucker,kocht ihn zum dicken Syrup, übergießt jene damit und läßt siebis zum anderen Tag stehen. Dann gießt man den Zucker ab,kocht ihn wieder dicker, thut die Pomeranzen hinein, läßt sie einmalmit aufkochen und giebt beides wieder auf 24 Stunden in dasGefäß. Den dritten Tag wiederholt man es abermals und ver-wahrt sie dann in den dazu bestimmten Gefäßen.

iVIZ. Eine Hanptregel aller in Zucker einzumachender Früchteist, sie so wenig als möglich im Zucker zu kochen, da sie darinwieder hart werden.

803. Pomeranzenschaalen einzumachen.

Hierzu schält man sie nur so dick ab, daß nichts von demweißen Häntchen an der Schaale bleibt, und verfährt ebenso damit,wie im vorigen Artikel angegeben worden.

8VK. Andere Art.

Man schneidet reife Pomeranzen in der Mitte durch undkocht sie so lange in vollem Wasser, bis sie, wenn man sie aneine Nadel spiest und damit durchsticht, wieder leicht davon ab-fallen, oder wenn man dieselben kauet, sie nicht mehr zähe sind.Dann nimmt man sie mit dem Schaumlöffel heraus, legt sie infrisches Wasser, nimmt, wenn sie etwas verkühlt sind, mit dem