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Hessisches Kochbuch
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Einmachen verschiedener Früchte.

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recht weich, so drückt man es durch ein Tuch, setzt es wieder aufsFeuer und schäumt es, bis es ganz klar ist. Dann läutert manaus jedes Pfd. Saft 1 Pfd. Zucker bis zum Spinnen, gießt denSaft dazu, und läßt es kochen, bis die Probe davon aus einemZinnteller zeigt, daß es gallert. Bei Wahl der Quitten istdarauf zu sehen, daß es wo möglich Birnquitten sind, da es sichsonst nicht schön roth kocht.

79k. Quitten-Marmelade.

Man kocht recht schöne reife Quitten (hierzu ists gleichviel,von welcher Sorte, Aepfel- oder Birnquitteu) in Wasser recht weich,schält sie und reibt sie durch ein feines Sieb. Auf jedes Pfd.durchgeriebenes Quittenmark rechnet man sodann ^ Pfd. Zucker,diesen läutert man bis zum Spinnen, thnt dann das Mark dazn,läßt beides zusammen so lange kochen, bis die Probe davon gutauf einem Zinnteller steht, und thut kurz zuvor ehe es Mit ist,etwas klein geschnittene Zitroueuschaale dazu.

797. Quitten-Brod.

Nachdem die Quitten, am besten Birnquitten, auf obige Artin vollem Wasser recht weich gekocht worden sind, drückt man siegleich heiß entzwei und streicht sie durch ein Haarsieb, nimmt aufjedes Pfd. Mark 5 Pfd. Zucker in eine gut verziunte Kasserolle,thut etwas Zitronensaft und auf Zucker abgeriebene Zitronenschaalenebst etwas gestoßenen Zimmt dazu, läßt es kurz auf dem Fenerunter beständigem Rühren rösten, bis es sich vom Boden löset,und gießt es dann in blecherne Förmchen. Wenn es kalt, steifund nach einigen Tagen auf Papier liegend und täglich umgewandt,gut getrocknet ist, kann man, wenn man will, einen steifen Zuckergußnach eigner Idee darüber machen.

798. Melonen mit Zucker einzumachen.

Man nimmt recht reife Melonen, schält und schneidet sie inlängliche Stücke, nachdem man alles Weiche herausgenommen hat.Hierauf spickt man die Scheiben mit Nelken und Zimmt, legt siein eine Schüssel, besprengt sie mit gutem Weinessig und läßt sie