Druckschrift 
Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

274

Einmachen verschiedener Früchte.

als sich welcher erzeugt hat, doch darf man die Beeren nicht allzustark ausziehen lassen. Dann nimmt man so viel Sast es anGewicht ist, so viel Zucker, läßt ihn einigemal, aber nicht zustark, damit aufkochen und giebt es in die bestimmten Gläser. Esdarf nicht zugebunden werden, bevor es steif geworden ist, wasoft erst nach 8 Tagen geschieht. .Besser ists auch wohl noch, wennman den abgewogenen Zucker erst allein mit etwas Wasser läutert,schäumt, und wenn er spinnt alsdann den Saft hinzu thut undeine kurze Zeit damit aufkochen läßt.

787. Dritte Art.

Man preßt den Saft von recht reifen Johannis- oder Him-beeren durch ein nicht zu dichtes Tuch aus. Zu 1 Pfd. Saftnimmt man 1 Pfd. fein gestoßenen Zucker, rührt beides zusammen3 Stunden lang, wo es anfangen wird zu gallern, und wo manes dann in die Gläser füllt. Man kann ans diese Weise rotheund weiße Gelse, jede Sorte besonders machen, dann abwechselndvon beiden in die Gläser geben, beim Anrichten diese durch einin warmes Wasser getauchtes und umgelegtes Tuch etwas erwärmen,und die Gelee dann auf die dazu bestimmten Dessertteller stülpen.

788. Vierte Art.

Den ausgepreßten Saft gedachter Früchte kocht und schäumtman tüchtig, schlägt ^ Pfd. Zucker auf 1 Pfd. Saft gerechnet, inErbsengroße Stücke, thut ihn zu dem Saft, und rührt es so langeauf dem Feuer unter stetem Kochen, bis der Zucker ganz geschmolzenist. Dann giebt man's vorsichtig über einen silbernen in dasGlas gestellten Löffel, in dasselbe, läßt es kalt und steif werden,und bindet es dann mit Blase oder Wachspapier zu.

789. Aepsel-Gel6c.

Man nimmt reise, recht saftige Aepfel (Calville, Borstorserund Reinetten sind am besten, auch Peppings), schneidet sie mitder Schaale in dünne Scheiben, kocht sie in Wasser weich, undschüttet sie dann auf ein Haarsieb, indem man den Saft möglichsthindurch drückt, den man dann durch ein nicht zu dichtes wollnes

»«