Einmachen verschiedener Früchte. 271
Einmachegläser, gießt dann so viel recht guten scharfen Essig darauf,daß er reichlich darüber geht, legt dann einen Teller auf das Glasund gießt den Essig wieder ganz ab in eine Kasserolle, nimmtauf jeden Schoppen ^ Pfd. Zucker oder auch mehr, je nach-dem die Kirschen mehr oder weniger sauer sind, kocht beideszusammen, läßt es erkalten, gießt es dann wieder auf die Kirschen,verwahrt sie mit Blase gegen die Luft und hebt sie an einem rechttrocknen Ort auf. Sehr gut ist's, wenn nach etwa 14. Tagen derEssig wieder abgegossen, bis zum Kochen heiß gemacht, und nach-dem er erkaltet, wieder auf die Kirschen gegossen, und ferner wiegesagt, verfahren wird.
780. Zwctschen, Mirabellen oder Reineclauden mit Essigeinzumachen.
Hierbei verfährt man ganz wie mit den Kirschen im vorigenArtikel, nur putzt man diese Früchte erst recht sauber mit einemweichen Tuch ab. Auch kann man die Zwetschen zuvor schälen,was sehr leicht geht, wenn man einen Theil davon in einemSchaumlöffel in kochendes Wasser hält, bis die Schaale sich davonablöst, wo man sie dann leicht ganz davon abziehen kann. Gutist's auch, weun man sämmtliche obgenanute Früchte vor dem Ein-legen in die Gläser fleißig mit einer Nadel sticht. Nach 8—1VTagen gießt man den Essig wieder einmal ab, kocht ihn auf, undgiebt ihn kühl geworden wieder auf die Früchte. Zu diesen Früchtensowohl, wie zu den Kirschen, kann man ^ Schoppen Wein undI Schoppen Essig nehmen.
781- Geschälte Zwetschen, Mirabellen oder Reineclauden mitZucker einzumachen.
Die ersten behandelt man ganz wie die Kirschen in Nr. 778,die beiden letztern Früchte hingegen durchsticht mau erst gehörigmit einer Nadel, bringt sie dann mit lauwarmem Wasser auf ge-lindes Feuer, läßt sie weich, aber nicht entzwei kochen, hebt siemit dem Schaumlöffel in kaltes Wasser, läutert auf jedes Pfd.Früchte I Pfd. Zucker bis zum Spinnen, thut die mittlerweileauf einem Tuch wohl abgelaufenen Früchte einen Augenblick hinein,