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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
261
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Vackwerk in Schmalz oder abgeklärter Butter. 261

wird. Dann läßt man Schmalz oder abgeklärte Butter kochendheiß werden, taucht das zu diesem Backwerk bestimmte Eisen biszur Hälfte der Höhe des den Stern umschließenden Ringes in denTeig, hält es damit in das heiße Fett bis es schön gelbbraun ge-worden, und bestreut es, sobald es gahr ist, gleich warm mitZucker und Zimmt. Sollte es sich bei der ersten Rose nicht gernvom Eisen ablösen, so thut es nichts, es wird bei der zweitenbis dritten sehr leicht gehen. Man kann es auch, weun manwill, den Tag zuvor machen, ehe man es braucht.

734. Goldene Hauben.

1V Eiweiß, 10 Löffel voll Mehl, 10 Löffel voll gestoßenenZucker werden gehörig unter einander gemischt. Ist nun das zumAusbacken bestimmte Fett recht heiß, so füllt man einen gnteuLöffel voll von der Masse in einen kleinen Trichter mit 3 anderen Spitze Strohalms dicken Röhrchen, läßt es in das Fettlaufen, indem man den Trichter immer rund um bewegt, doch so,daß es ziemlich in der Weite einer kleinen Untertasse zusammenbleibt; ist es nun hübsch gelbbraun, so wendet man es um, nndnimmt es, wenn es anch auf der anderen Seite eben fo schöngelbbraun gebacken ist, mit einem etwas tiefen Schaumlöffel heraus,läßt es darin etwas erkalten, stülpt es dann auf die Schüssel, streutZucker darüber, und fährt so fort, bis die Masse zu Ende ist.

735. Krauses Gebacknes.

Man rühre 1 Pfd. feines Mehl, 4 ganze Eier, abgeriebeneZitronenfchaale, etwas Muskatblüthe, Cardemome, ^ Pfd. gestoßenenZucker und so viel Wein zusammen, als nöthig ist, damit dieMasse wie ein Pfannkuchenteig wird. Dann gebe man sie durcheinen Trichter, wie im vorigen Artikel beschrieben, in das nichtgar zu heiße Fett, doch nicht in einzelnen Parthien, sondern dasGanze auf einmal, lasse es gehörig ansbacken, nehme es recht vor-sichtig mit dem Schaumlöffel heraus, lege es auf Löschpapier,damit das Fett möglichst abziehe, bringe es dann auf die Schüssel,bestreue es mit Zucker, und gebe es wo möglich warm zu Tisch.