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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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259
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Verschiedenes anderes Backwerk. 259

backt ihn, ehe man dieses thut, erst allein ein bischen an, undlegt dann erst das Obst darauf.

749. Dritte Art.

^ Pfd. Mehl, L Pfd. Butter, 2 Eßlöffel voll sauern Schmandund 1 Eßlöffel voll guten Rum, 1 Ei und etwas weniges Salz.Dies alles wird tüchtig zusammen verarbeitet, dann auf dem mitButter bestricheuen Blech dünn ausgewellt, ein Rand herum hübschegal dressirt, der Boden mit Semmelkrumen nicht zu dünn bestreut,das Obst darauf gelegt, der Guß darüber gegossen und 1 Stundeim nicht zu heißen Ofen gebacken.

73V. Vierte Art-

^ Pfd. zu Schaum gerührte Butter, 6 Loth Zucker, 2 ganzeEier und 2 Eidotter, und zuletzt 1 Pfd. Mehl. Dieses allesgehörig auf dem Backbrett verarbeitet, aufgewellt, und nach Beliebendie Größe und Form eines Kuchens daraus geschnitten und sormirt.Den Rand bestreicht man mit verrührtem Eigelb.

751. Hessischer Speckkuchen.

Hierzu läßt man sich entweder vom Bäcker so viel Semmelteigholen, als zu 34 Milchbroden nöthig ist, oder man nimmtetwa 34 Wallnuß groß Sauerteig, mischt ihn mit etwas Milchund Salz und knetet so viel Weizenmehl hinein, als man zu einemguten Teig bedarf, wellt ihn dann auf einem mit Speck bestrichenenBackblech gut Strohalm dick aus, biegt um die Enden einen Randin die Höhe, kneipt ihn ein, damit er besser stehen bleibt, undgiebt dann folgenden Guß darüber: entweder nimmt man zu einemKuchen von Fnß Länge und etwa 1 Fuß Breite, 22^ Schoppensauern Schmand, mischt darunter 4ö ganze Eier, eine gute Haüd-voll klein geschnittenen Schnittlauch oder Lauch von Zwiebeln, selbstSalz uud ohugesähr für 23 Heller geriebene Semmel, oder mangießt Tags zuvor, ehe man den Kuchen machen will, einen gutenTopf abgefchmandete sauere Milch in eine Serviette, hängt siedamit auf, damit die Mölke oder Wacke ablaufen kann, nimmtdann nur einen Schoppen Schmand, etwas süße Milch und so