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Hessisches Kochbuch
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Verschiedenes anderes Backwerk.

ein wenig Salz und S Pfd. Weizenmehl recht gut untereinander.Hierauf rollt man den Teig zweimal aus, legt ihn zwischen jedemAuswellen viermal zusammen, und wellt ihn dann, wenn er etwasgeruht hat, Messerrücken dick aus und verwendet ihn zum beliebigenGebrauch.

74k. Siebente Art.

1 Pfd. ausgewaschue frische Butter, 1 Pfd. Mehl, 2 ganzeEier und 2 Eidotter, 5 Eßlöffel voll Wein, eben so viel Schmandund etwas Salz. Dieses wird behandelt wie im vorigen Artikelgesagt, schnell durchgearbeitet und nach dem letzten Auswelleuetwas ruhen gelassen, und dann nicht allzu dünn zum Gebrauchausgewellt.

747. Mürber Teig zu Obstkuchen.

2 Eier, eine Obertasse voll abgeklärter Butter, eben so vielWein, uud so viel Mehl, als nöthig ist, um einen nicht zu steifenTeig, der sich jedoch gnt wellen läßt, zu machen. Nachdem mandiesen nun fertig und einen Rand rund herum formirt hat, machtman folgenden Guß darauf: man mischt nemlich 4 Eidotter miteinigen Eßlöffeln voll Zucker, rührt dann sauern Schmand, ab-geriebene Zitronenschaale, etwas gestoßenen Zimmt und zuletzt daszu Schnee geschlagene Eiweiß darunter; legt dann die etwa^ Stunde zuvor mit Zucker durchmischte ausgesteinte Kirschen,Zwetschen, Mirabellen :e. auf den Teig, streut etwas fein ge-schnittene Mandeln darüber, gießt dann den Gnß darauf, bestreichtden Rand mit Eigelb oder geschmolzener Butter und backt ihn beinicht allzu großer Hitze gahr.

748. Andere Art.

^ Pfd. Mehl knetet man mit ^ Pfd. in kleine dünne Scheibchengeschnittener Butter, 2 ganzen Eiern, 1 Eidotter nnd etwas Zuckerso tüchtig durch einander, daß es wie geriebenes Brod aussieht;dann thut man etwas süßen Schmand dazu, und arbeitet denTeig so lose, daß er sich gut auswellen läßt; dann läßt man ihneine Zeit lang ruhen, ehe man ihn mit Obst belegt, oder man