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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
250
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S50

Hesen-Backwerk.

cin rundes mit Butter Gestrichenes und mit Semmclkrumen be-streutes Blech, zieht einen Rand von Pappe oder Blech darum,der aber gleichfalls mit Butter bestrichen sein muß, bestreicht dieOberfläche des Kuchens ebenfalls damit und bestreut ihn mit feingehackten Mandeln, die man von oben angegebner Quantität dazuzurück behält. Dann läßt man ihn gehörig gehen, und läßt ihnbei nicht gar zu großer Hitze backen.

723. Wickel-Kuchen.

Hierzu nimmt man 3 Pfd. Mehl, ^ Pfd. Butter, 3 Eierund 3 Loth Zucker. Den Teig setzt man wie einen gewöhnlichenHefenteig an, rührt die Butter zu Schmand, Eier und Zuckerdarunter, und ist der Teig gehörig ausgegangen, so wird allesUebrige wohl damit verrührt, so viel als nöthig noch lauwarmeMilch dazu gegossen und so lange alles zusammen mit dem Löffelgeschlagen, bis es sich vom Löffel ablöst. Dann läßt man denTeig wieder gehen, wellt ihn hierauf auf einem geränmigen Back-brett ziemlich lang aus, streut 1 Pfd. große Rosinen, eben so vielKorinthen, beides wohl gelesen, gewaschen und wieder getrocknet,^ Pfd. geschälte und fein gehackte Mandeln, abgeriebene Zitronen-schale, in kleine Würfel geschnittenes Zitronat, gestoßenen Zimmtund Zucker dick darüber her, wickelt ihn dann ans, bestreicht ihnmit Butter, läßt ihn nochmals gehen und backt ihn dann imOfen gahr. Aus dieser Masse kann man 2 ziemlich große Kucheninachen.

12k. Holländische Zwieback.

Zu 3 Pfd. recht schönem feinem Mehl nimmt man H Pfd.frische Butter, § Pfd. fein gestoßenen Zucker, 15 Eier, etwasgestoßnen Zimmt und Cardemome, iz Schoppen Milch, etwasSalz und 4 Eßlöffel voll, seit dem Tag zuvor abgewässerter dickerHefe. Von dem Mehl, der Milch, den Eiern und der Hefewird der Teig angesetzt; ist er genng gegangen, so wird dasUebrige dazu gethan, doch mnß er ja nicht zu steif gemacht werden.Dann theilt man ihn, arbeitet ihn Stückweise tüchtig durch, undwirft ihn so lange aufs Backbrett, bis er nicht mehr an dasselbe