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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
248
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Hefen-Backwerk.

zwischen dem Hinzuthun eines jeden neuen Ei's, als auch wennalle darin sind, recht tüchtig gerührt worden ist. Dann löst mandie Hefe in 4 halben Eierschaalen voll Milch auf, und rührt diesesebenfalls nebst einem kleinen wenig Salz nnd dem Zucker unterdie Masse. Ist nun alles wohl gerührt und geschlagen, und diedazu bestimmte Form wohl mit Butter ausgestricheu und mitZwiebacks- oder Semmelkrumen ausgestreut, so gießt man dieMasse hinein und stellt es warm, daß es gehen kann, wobei esbeinahe noch einmal so hoch steigen muß, als es eingefüllt gewesen,und backt den Kuchen dann bei nicht zu starker Hitze im Ofen gahr.

719. Andere Art.

1 Pfd. Butrer klärt man ab und rührt sie zu Schmand,schlägt nach und nach 15 Eier hinein, und thut dauu 23 Tassenvoll süßen Schmand, 1 gute Tasse voll recht guter Hefe, etwasgestoßene Cardemome, ^ Pfd. geschälte, länglich geschnittene Mandeln,^ Pfd. kleine und 12 Loth große Rosinen dazu, uebst ^ Pfd.Zucker und 2 Pfd. Mehl, rührt alles tüchtig zusammen durch,streicht die Form gehörig mit Bntter aus, bestreut sie mit Zwiebacks-krumen nnd länglich geschnittenen Mandeln, schüttet den Teig hinein,läßt ihn an einem warmen Ort gehörig ausgehen und backt ihnin einem nicht zu heißen Ofen in etwa 1 Stunde gahr.

72V. Dritte Art.

1 Pfd. Mehl, 1 Pfd. zu Schmand gerührte Butter, 16 Ei-dotter, ^ Pfd. Zucker, 1 Tasse voll Milch, 3 Löffel voll rechtguter Hefe. Dieses alles wohl unter einander gerührt und ge-schlagen, uud dann das zu recht steifem Schnee geschagene Eiweißdarunter gezogen. Weiteres Verfahren siehe vor. Art.

121. Vierte Art.

28 Loth Mehl, 2t) Loth Butter, 8 Loth Zucker, 15 Eier,1 Glas Nofenwafser und zuletzt 3 Löffel voll guter Hefe (oder1 Loth trockene). Dieses schlägt man mit dem Löffel so lange,bis es Blasen giebt, und verfährt dann weiter wie im Art. 717gesagt.