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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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245
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Kleines Bcickwcrk. 245

auf ein mit Wachs bestrichencs Backblech, jedoch nicht zu nahezusammen, da sie auseinander fließen, besiebt sie mit Zucker,und backt sie in einem nicht zu warmen Ofen; schneidet sie gleichheiß vom Blech und dressirt sie so geschwind als möglich zu kleinenDüttchen. Sollten sie während der Arbeit kalt und daher zer-brechlich werden, so setze man sie wieder in den Ofen, wo sie sichdann wieder biegen lassen.

708. Bisquit-Hohlhipen.

12 Loth Zucker rührt man mit 6 Eidotter so lange, bis esschaumig ist, schlägt während dem das Eiweiß zu steifem Schnee,rührt diesen so wie li Loth feines Mehl und etwas gestoßeneVanille oder abgeriebene Zitronenschaale unter die erstere Masseund streicht das Ganze auf ein mit Wachs bestrichenes Backblecheiuen guten Messerrücken dick. Dann backt man es in einemmäßig warmen Ofen schön goldgelb, schneidet es, wenn es diesesist, gleich heiß rasch in einen guten Finger lange und zwei Fingerbreite Tafeln und rollt diese auf ein rundes Holz.

7vi). Schmand-Hipen.

12 Löffel voll Mehl, 6 Löffel voll Zucker, etwas Zimmt und1 Ei; dieses zusammen mit süßem Schmand zu einem Pfannkuchen?teig angerührt, wo möglich ein paar Stunden stehen gelassen, dannin dem mit Speck bestrichenen Hipeneisen gebacken, nnd sobaldjede Hipe gahr ist, sogleich anf ein rundes Holz gerollt.

710. Hipcn, andere Art.

^ Pfd. Zucker, ^ Pfd. fein Mehl, ^ Loth Zimmt, die ab-geriebene Schaale von 1 Zitrone, 1 Glas Wein. Dieses allesmit frischem Brunnenwasser zn einem Pfannkuchenteig angerührt,und dann wie im vorigen Artikel gesagt, gebacken.

711. Hipcn, dritte Art.

1 Pfd. feines Mehl, ^ Pfd. Zucker, 3 Eier, 1 Schoppensüßen Schmand, 1 Schoppen Milch und etwas Orangenwasser.Dieses wird gehörig gemischt, und sodann weiter damit verfahren,wie in Nr. 709 bemerkt worden.