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Hessisches Kochbuch
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222
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222 Kuchen und sonstiges Gebackenes.

dann, wenn es überall sich abgelöst hat, den Rand abnehmen.Man kann nachher etwas Zucker zum Flug kochen, diesen heißstehen lassen, einen silbernen Löffel hinein tauchen und schnell überden Kuchen kreuz und quer herfahren, wo denn die davon fliegendengoldgelben Faden ein loses Gespinst bilden, was sich sehr artigausnimmt.

K32. Küster-Kuchen.

1 Pfd. Butter wird zu Schaum gerührt, daim Pfd. Zucker,^ Pfd. fein gestoßene süße Mandeln und 1 Pfd. Mehl dazu ge-than uud wohl damit verrührt; hierauf streicht man die Masse aufein mit Bntter bestrichenes Backblech etwa 1 Finger dick, und backtes gelbbraun. Ist es kalt geworden, so streut man Zucker darüber.

6ZZ. Sauerkohl-Torte.

Man wässert 1,Z bis 2 gute Hände voll sauren Kohl 8 Tagelang täglich mit frischem Wasser aus, und läßt ihn dann mit etwaswenig Salz in weichem Wasser 1 Stunde kochen, gießt das Wasserdavon ab, und frisches (jedoch ohne Salz) daran, worin man ihnnun gahr kochen und daun auf einem Durchschlag ablaufen läßt.Hierauf läutert man 1^ Pfd. Zucker, kocht den Kohl darin, biser klar wird, thut 6 Loth fein geschnittene kandirte Pomeranzen-schaale, die in feine Streifchen geschnittene Schaale einer Zitronennd den Saft von 4ö Zitronen dazu, läßt dieses ohugesähr5 Minuten zusammen kochen und dann erkalten. Hierauf belegtman entweder die mit Butter dünn bestrichene Torteupfanne odereine platte Rand-Knchenform mit gewöhnlichem Sandkuchenteig,wie in Nr. 738. angegeben, oder man bereitet dazu einen Teigans H Pfd. Mehl, 12 Loth Butter, ^ Pfd. geschälten und gestoßenenMandeln, 12 Loth Zucker, 2 Eiern und etwas Wein. Auf einevon den beiden angeführten Teigarten legt man nun die obenangegebene Masse, streicht sie mit dem Messer glatt, und backt esbei mäßiger Hitze gahr.

634. Casseler Kuchen.

Man rührt 4 Pfd. Butter zu Schmand, dann ^ Pfd. feingestoßenen Zucker darunter, so wie auch 6 Eidotter und 20 Loth