Druckschrift 
Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen
 

220 Kuchen und sonstiges Gebackenes.

das zu Schnee geschlagene Weiße von 4 Eiern. Ist dieses allesnun wohl gemischt, so giebt man die Masse auf ein mit Butterdünn bestrichencs Backblech, bestreut sie oben auf mit einem Theil derfein gestoßnen Mandeln und läßt es bei mäßiger Hitze schön hellbraunbacken. Am besten ists, wenn man gleich heiß, sobald der Kuchengahr ist, ihn in viereckige Stücke schneidet und so aufbewahrt.

K27. Schwäbische Torte.

Man belegt eine platte Randkuchenform oder die Tortenpfannemit dünnem Blätterteig (siehe Ende der Bäckerei) und bestreichtdiesen mit eingemachten Johannisbeeren oder dergl.; stößt dann1 Pfd. süße und 1 Loth bittre Mandeln recht sein, vermischt siemit 12 Loth fein gestoßenem Zucker und 9 Eidotter, rührt dieseszusammen ^ Stunde nach einer Seite, thut das zu Schnee ge-schlagene Eiweiß von 6 Eiern dazu, giebt diese Masse auf denKuchen und bäckt ihn langsam gahr.

(i28, Hueen calce.

Nachdem man 1 Pfd. Butter zu Schaum gerührt hat, thutman 16 Eidotter, jedoch immer nach und nach darunter, dann1 Pfd. fein gestoßenen Zucker, die abgeriebene Schaale von 1 Zitrone,etwas fein geschnittenes Zitronat oder kandirte Orangenschaale,Zimmt, Nelken, Cardemome und Muskatblüthe, das letztere allesfein gestoßen, rührt alles wohl zusammen durch und giebt zuletztentweder 1 Glas Malaga oder ohngefähr eben so viel recht dickenSchmand, so wie den Schnee von 8 Eiweiß darunter. Dannbelegt man eine platte Randknchenform mit Papier, bestreicht diesesmit Butter (oder läßt auch das Papier weg und streicht die Formselbst mit Butter aus), giebt die Masse hinein und backt sie ineinem nicht zu heißen Ofen in 2 Stunden gahr.

V29. Schaum-Torte.

1 Pfd. Mehl, Z Pfd. Butter, z Pfd. Zucker, 4 Loth süßeMandeln, ^ Loth Zimmt und von 6 hart gekochten Eiern dasGelbe; dieses wird zusammen zu einem Teig tüchtig unter einandergearbeitet, dann Messerrücken dick ausgewellt, was aber gleich auf