Kuchen und sonstiges Gebackenes. 215
mischt etwas Zitronenschaale darunter und läßt es langsam nurvon oben trocknen. Er muß möglichst kurz vor dem Essen bereitetwerden, da er sonst das gute Ansehen verliert.
6V9. Kaffee-Kuchen.
H Pfd. Butter wird zu Schmand gerührt, dann 8 Eidotter,H Pfd. sein gestoßener Zucker, und zuletzt H Pfd. Mehl daruntergemischt, das Ganze gehörig verarbeitet, die Masse 1 Finger dickauf ein mit einem Rand versehenes Blech gestrichen, mit ge-schlagenem Ei überzogen, und langsam hellbraun gebacken.
K10. Thee-Kuchen.
Man rührt ^ Pfd. Butter zu Schaum, mischt ä Eigelb,^ Pfd. gestoßenen Zucker, 3 Kochlöffel voll süßen Schmand, undso viel seines Mehl darunter, als nöthig ist, damit sich der Teigwellen läßt. Dann wellt man ihn so dünn als möglich aus,schneidet von etwa einer Welschennuß groß frischer Butter ganzdünne kleine Scheibchen, legt diese auf der Hälfte des Teigesherum, schlägt die andere Hälfte darüber, und wellt den Kuchennun auf dem Backblech gehörig aus, kueipt den Rand ein, bestreichtdas Ganze mit abgeklärter Butter, streut gestoßuen Zucker, Zimmtund Mandeln darüber, sticht hin und wieder mit der Gabel hinein,damit er nicht zu viel Blasen bekomme, und backt ihn dann imOfen oder in der Tortenpsanne gahr.
K11. Hessen-Kuchen.
1 Pfd. ungesalzene Butter, 3 ganze Eier und 3 Eidotter,^ Schoppen sauern Schmand, 1 Löffel voll gestoßnen Zucker, undso viel gutes Mehl, daß es ein guter Teig wird. Nachdem der-selbe gut gearbeitet und in Stücke geschnitten worden, werdendiese in runde Kuchen ausgewellt, mit der Gabel gestochen, mitZucker und Zimmt bestreut, bei gelinder Hche gebacken, und zumThee oder Kasse oder Wein gegeben.
V12. Propheten-Kuchen.
Man rührt H Pfd. Butter zu Schmand, thut ^ Pfd. feingestoßnen Zucker, 4 Eidotter und 3 Löffel voll Schmand dazu,