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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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214
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214 Kuchen und sonstiges Gebackenes.

4 Loth recht fein geriebene Chocolade ebenfalls mit ^ der Masse,so daß man also 4 verschiedene Farben bekommt. Dann legt maneine schlichte blcchene Form mit Papier aus, was zuvor mit Butterbestrichen worden, giebt von den obigen Massen löffelweise ab-wechselnd eine Farbe um die andere hinein, und läßt cs, wennalles darin ist, bei gelinder Hitze backen. Ist die Torte hieraufkalt geworden, fo schärft man sie am Rande herum etwas ab, damitman die verschiedenen Farben sieht, überzieht sie mit einem Zuckergußvon ^ Pfd. fehr fein durchfiebtem Zucker, mit etwas Eiweiß undetwas wenigem Zitronensaft, so lange gerührt, bis er recht weißund dick ist, und garnirt sie mit eingemachten Früchten, Zitronat,Streuzucker, Pistazien oder auf irgend eine sonstige beliebige Manier,worauf man ihn bei ganz gelinder Wärme trocknen läßt.

KV?. Magdalenen-Kuchen-

Z Pfd. frische oder ausgewaschene Butter rührt man mit6 Eiern zu Schaum, reibt die Schaale einer Zitrone und H Pfd.Zucker dazu, schlägt es ^ Stunde, und giebt dann 1 Pfd. Mehldarunter. Dann streicht man diese Masse ohngefähr ^ Finger dickauf ein Backblech, streut feinen Zucker darüber, und backt es gutaus. Der Ofen muß aber sehr warm sein und der KuchenH Stunde darin backen, ohne daß er geöffnet wird, da er sonstzusammenfällt. Man schneidet ihn gleich warm in Stücke, undläßt ihn auf dem Blech erkalten.

KV8. Königs-Torte.

Das Weiße von 5 Eiern schlägt man zn Schnee, rührt danndie 5 Eidotter mit ^ Pfd. fein gestoßenem Zncker nnd 4 Lothseinem Mehl klar, zieht den Schnee darunter und mischt es wohl;bestreicht einen Bogen Papier mit Butter, legt ihn in eine Torten-pfanne oder gleich auf die dazu bestimmte Schüssel, in welchemletztem Fall man diese auf Sand stellt, giebt die Masse daraufund läßt es gahr backen; dann bestreicht man den Kuchen mitJohannis- oder Himbeer-Gelöe oder sonstigen beliebigen Einge-machten, schlägt 1012 Eiweiß mit 4 Loth Zucker zu Schnee,