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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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213
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Kuchen und sonstiges Gebackenes. 213

der Teig auf einem Bret gemangelt, jedoch nicht zu dünn, ein Randdarum gelegt und ^ Stunde gebacken. Nicht gar lange vor demAnrichten wird eine Zitronen-Creme nach Nr. S29. angefertigt, aufden Kuchen gestrichen, und nach Belieben garnirt.

KV3, Linzer-Torte.

Pfd. recht frische ausgewaschene Butter pflückt man in1z Pfd. gutes Mehl, thut eben so viel fein gestoßenen Zucker und^ Pfd. geschälte und ebenfalls fein gestoßene Mandeln dazu, undverarbeitet cs zu einem Teig. Sollte er zu weich sein, so kannman getrost noch ^ Pfd. Mehl zum Ausarbeiten und Answellennehmen. Man treibt ihn dann wie einen kleinen halben Fingerdick auseinander, schneidet sich ein rundes Blatt Papier, so großals die Torte werden soll, und schneidet hiernach einen Bodenaus dem Teig. Hierauf schneidet man das Papier um H Zollkleiner, und eben so einen zweiten Kuchen. So fährt man fort,bis das letzte Blatt Teig fo groß ist, wie ein Kronthaler. Dannzackt man nach der Reihe wie sie folgen, einen um den andern,aus, so daß immer der eine rund und der andre ausgezackt ist,und backt sie sämmtlich, einen jeden allein, auf Papier bei nichtzu großer Hitze schon gelbbraun. Sind sie hierauf kalt geworden,so streicht man zwischen jeden eingemachte Früchte, setzt sie pyra-midenförmig auf einander, überzieht sie mit Zuckerguß, und garnirtsie nach Belieben mit Eingemachtem.

Marmorirte Torte.

Man rührt eine Bisquitmasfe, wie in Nr. S8V, 581 oder382 beschrieben worden, hackt ^ Pfd. Pistazien recht fein, undrührt sie und etwas ausgedrückten Spinatsaft mit einem Viertheilder Masse recht klar. Dann stößt man etwas Cochenille mit etwasWeinstein sein, löst cs in kochendem Wasser auf, und läßt es,nachdem cs durch ein Läppchen gelaufen, anf einer warmen Platteganz eintrocknen, thut, wenn cs kalt geworden, ^ Pfd. fein ge-stoßene Mandeln darunter, und mischt dieses wieder mit ^ derMasse, wodurch diese röthlich gcsärbt wird; hierauf rührt man