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Hessisches Kochbuch
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210
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210 Kuchen und sonstiges Gebackenes.

das Eingemachte, siebt noch etwas Zucker darüber her, und läßtihn langsam von oben trocknen, bis er schön gelblich ist.

S94. Vierte Art-

Hierzu macht man einen Teig, wie im vorigen Artikel ange-geben worden, backt ihn gahr, und giebt dann eine Creme daraufvon etwa 8 ganzen Eiern (das Eiweiß nicht zu Schnee geschlagen),etwas Wein und Liqueur, dem nöthigen Zucker und der abge-riebenen Schacile einer Zitrone, läßt diese, nachdem man sie einenguten Finger dick auf den Kuchen gestrichen hat, ganz kurze Zeitvon oben entweder mittelst eines Tortcnpfannen-Deckels mit Kohlenoder im Ofen antrocknen, und bestreut sie dann noch mit Zucker.

593. Torte von Pumpernickel.

^ Pfd. abgebrühte Mandeln werden fein gestoßen, dann mitH Pfd. Zucker, 8 Eidotter und der abgeriebenen Schaale einerZitrone H Stunde gerührt, dann 5 L^h Zimmt, einige Nelkenund 6 Loth fein geriebener Pumpernickel darunter gemischt, undzuletzt der Schnee von den 8 Eiern dazu gethan. Die Form wird,wie oft erwähnt, bestrichen und bestreut, und der Kuchen darinin ^ Stunde gahr gebacken.

S9«. Brechkuchen.

^ Pfd. Butter wird zu Schaum gerührt, ^ Pfd. Zucker,^ Pfd. Mehl, ^ Pfd. fein gestoßene Mandeln und 2 Eier. Butter,Zucker und Eier müssen tüchtig gerührt, dann das Mehl und dieMandeln dazu gethan, der Teig 1 Finger dick auf dem Backblechausgewellt, mit grobgesiebtem Zucker bestreut, und langsam dunkel-gelb gebacken werden.

Z97. Schmandkuchen.

Hierzu nimmt man N Pfd. Mehl, 12 Loth frische Butter,1 ganzes und 4Gelbeier, 4 Loth Zucker, einige Löffel voll fanernSchmand und 1 Löffel voll guten reinen Branntwein, so wie auchein wenig Salz. Alles dieses macht man zu einem wohl gearbei-teten Teig, zu dem man, falls er zu steif sein sollte, noch etwas