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Hessisches Kochbuch
Entstehung
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209
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Kuchen und sonstiges Gebackenes. 209

18 Eidotter, die abgeriebene Schaale einer Zitrone, die fein ge-riebene Krume eines Milchbrodes und das zu steifem Schneegeschlagene Eiweiß sämmtlicher Eier genommen. Das Verfahrenist dasselbe wie im vorigen Artikel, nur nimmt man zu dieserletztem Art auch noch den Saft von 12 Zitronen.

591. Sand-Torte.

1-5 Pfd. ausgekochte und abgeklärte Butter läßt mair kaltwerden, rührt sie dann, bis sie ganz weiß und steif ist; thut nachund nach 24 Eidotter dazu, rührt es zusammen ^ Stunde nacheiner Seite hin, giebt 1^ Pfd. fein gesiebten Zucker, worauf zuvordie Schaale einer Zitrone abgerieben worden, darunter, dann^ Pfd. Stärkemehl, doch ohne es zuviel damit zu rühren, zuletztdas zu Schnee geschlagene Weiße von Eiern. Dieser Kuchenmuß bei gelinder Hitze 1^ Stunde backen und beim Herausnehmenaus der Spring-Form (siehe Art: Z89) mit großer Vorsicht be-handelt werden, weil er leicht bricht.

592. Andere Art.

Man nimmt Z Pfd. frische Butter, rührt sie zu Schaum,schlägt 6 ganze und 2 Gelbeier dazu, und rübrt beides zusammen^ Stunde, thut dann ^ Pfd. Zucker, die abgeriebene Schaale einerZitrone dazu, und zieht zuletzt Z Pfd. feines Mehl schnell darunter.Ist die Form mit Butter bestrichen und mit Zwiebackkrnmen be-streut, so gießt man die Masse hinein und backt es langsam in1^ Stunde gahr.

393. Dritte Art.

? Pfd. Zucker arbeitet man mit ^ Pfd. Butter auf demBackbrett wohl durcheinander, mischt dann Z Pfd. Mehl darunter,läßt jedoch etwas davon zum Auswellen zurück. Dann treibt manden Teig ohngefähr 2 Messer dick auseinander, bestreut ihn mitfein gehackten Mandeln, oder backt ihn gahr, läßt ihn kalt werden,bestreicht ihn mit Eingemachtem, schlägt 4 Eiweiß zu recht steifemSchnee, vermischt diesen mit etwas viel Zucker und etwas abge-riebener Zitronenschaale oder gestoßener Vanille, streicht ihn auf

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