208 Kuchen und sonstiges Gebackenes.
und eingemachten Früchten garniren. Will man ihn im Ofenbacken, so stellt man das Blech, wenn die erste Lage schön gelbgebacken ist, auf einen ziemlich hohen, mit einem Ziegelstein be-legten Dreifuß, damit die Hitze möglichst nur von oben wirke.
388. Kartoffel-Kuchen.
Man siedet Tags zuvor, ehe man den Kuchen machen will,Kartoffeln, schält sie und läßt sie stehen, damit sie recht steif werden.Tags darauf reibt man sie, und nimmt von dem, was hinter dieReibe sällt, 28 Loth, ferner ^ Pfd. geschälte und fein gestoßneMandeln, Pfd. Zucker und 12 Eidotter, so wie auch die abge-riebene Schaale einer Zitrone. Dieses alles wird behandelt, wiebei dem Bisquitkuchen gezeigt; das Weiße der Eier wird zu Schneegeschlagen und ebenfalls damit nach gedachter Vorschrift verfahren,wie nicht minder in der ferneren Behandlung.
389. Mandel-Torte.
1 Pfd. Mandeln wird gebrüht, geschält und in einem Mörsermit 3—4 Eiern recht fein gestoßen uud zerrieben. Hierauf rührtman 12 Eidotter mit 1 Pfd. fein gestoßenem Zucker recht zart,thut die Mandeln und die abgeriebene Schaale einer Zitrone dazu,und rührt es eine gute halbe Stunde zusammen durch. Solltedie Masse noch zu steif sein, was von der Größe der Eier abhängt,so schlägt man noch ein oder zwei Eidotter dazn. Das Weißevon sämmtlichen Eiern schlägt man zu Schnee, zieht diesen möglichstschnell doch behutsam unter die Masse, füllt diese sodann in einemit Butter bestrichene und mit Semmelkrumen bestreute s. g.Spring-Form (d. h. von der sich der Rand abnehmen läßt), undbackt es bei mäßiger Hitze; doch muß man sich wohl hüten, denOfen zu früh zu öffnen, da es sonst leicht zusammen fällt. —Wenn man will, fo kann man ^ Pfd. Mandeln weniger, unddafür 10 Loth geriebene Ehoeolade nehmen.
590. Andere Art.
1 Pfd. süße und 4 Loth bittere Mandeln werden mit 3—4Eidotter recht fein gestoßen, und ferner 1 Pfd. 4 Loth Zucker,