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Hessisches Kochbuch
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Gelöe.

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1 Schoppen Rheinwein nnd den nöthigen Zucker hinzu, läßt esnoch einmal zusammen aufkochen, färbt es mit in kochendem Wasseraufgelöster Cochenille schön roth, gießt es in die bestimmte Formund verfährt weiter wie oben gesagt.

370- Rum-Gelee.

Zu der unter Nr. 567. beschriebenen Gel6e gießt man, wennsie ganz klar durchgelaufen ist, noch ^ Bouteille Rum oder Arrack,und giebt es sodann in die dazu bestimmten Formen. Sehrniedlich sieht es aus, wenn man diese mit etwas Gette ausspühlt,sodann in beliebigen Mustern von den Stielen abgepflückte Stief-mütterchen darin umher legt, mit der oberen Seite nach unten,wieder auf dieselben etwas Gelee tropft, damit sie sich nicht ver-rücken, und wenn diese völlig steif und fest geworden, nun dieübrige Gelee darauf gießt, doch nicht zu warm, damit sich dieuntere nicht auflöst.

571. Kirschen-Gelee.

Nachdem man den in Nr. 567 oder 568. beschriebenen Gelöe-Stand bereitet hat, stößt man Pfd. frische saure Kirschenmit den Kernen recht klein, läßt sie Stunde mit 1 SchoppenWasser kochen, gießt es durch ein recht feines Haarsieb zu demGel^e-Stand, thut Schoppen guten Wein, 1 Pfd. Zucker, aufdem die Schaale von 2 Zitronen abgerieben worden, den Saftvon 2 Zitronen und etwas ganzem Zinimt dazu, klärt die Geleemit Eiweiß, wie in Nr. 367. gelehrt worden, gießt sie in dieForm, und stülpt sie, wenn sie ganz steif ist, auf die Schüssel,nachdem man sie einen Augenblick in warm Wasser getaucht, undwieder abgetrocknet hat, damit nichts davon auf die Gelöe falle.

S72- Pomeranzen-Gelee.

Von 1 Pfd. Hirschhorn oder 56 Kalbsfüßen kocht, maneinen guten Gelee-Stand, wie in Nr. >567 und 568. angegebenworden, reibt dann die gelbe Schaale von 4 bittern Pomeranzen aufS Pfd. Zucker ab, thut diesen nebst dem Saft von 56 Zitronenund 1 Bouteille Rothwein, etwas ganzen Zimmt nnd einigen