194 Milch- und Mehlspeisen.
552. Andere Art.
9 Loth Stärke, 1^ Schoppen Milch, von welcher man, ehesie zum Kochen aufgesetzt wird, so viel als nöthig, zum Zerrührender erstem zurückläßt, 12 Loth Zucker, abgeriebene Zitronenschaale,Zimmt oder Vanille, wird zusammen gahr gekocht, während man12 Eiweiß zu recht steifem Schnee schlägt; ist ersteres gahr, sowird dieser schnell darunter gezogen, aber nur mit durchgerührt,und dann das Ganze schnell in die im kalten Wasser liegende Formgegossen. Jsts ganz kalt, so stülpt man es auf die Schüssel, undgiebt eine der unter Art. 339—342. beschriebenen Saucen kalt dabei.
553. Dritte Art.
1 Maas Milch wird mit etwas Zimmt gekocht, dieser heraus-genommen, dann 14 bis 16 Loth Stärke, nachdem solche mitetwas von der noch kalten Milch zart gerührt worden, H Pfd.Zucker, auf dem die Schaale von 1 Zitrone abgerieben, Karingahr gekocht, dann mit 12 Eigelb verrührt, und der steif geschlageneSchnee von dem Weißen darunter gezogen, dieses zusammen einmalaufstoßen lassen, und dann weiter verfahren, wie im vor. Art.angegeben.
554. Vierte Art.
Man nehme 12 Loth süße und einige bittere Mandeln, stoßediese ganz fein und setze sie mit 2 Schoppen Milch aufs Feuer,thue gestoßnen Zimmt und Zucker dazu, rühre, wenn es kocht,11 Loth Stärke, welche zuvor mit 2 Schoppen Milch angerührtworden, hinzu, und lasse es unter beständigem Rühren so langekochen, bis es nicht mehr mehlig schmeckt; dann rührt man 8—9Eidotter darunter, und gießt es in eine mit Milch ausgespülte Form.
555. Fünfte Art.
2 Schoppen süßen Schmand oder recht gute Milch, etwa für2^ Sgr. Pfirsich-, Orangenblüth- oder Zimmtwasser und dennöthigen Zucker läßt man kochen, schlägt das Weiße von 16 Eiernzu recht steifem Schnee, und zieht diesen, wenn die Milch in vollemKochen ist, darunter, läßt es langsam kochen, bis es dick ist, gießt